Warum fehlen in Hotels manchmal bestimmte Zimmernummern?
Du steigst in den Aufzug, drückst die 12 – und merkst: Die 13 gibt es nicht.
Oder du suchst dein Zimmer im Flur und wunderst dich, warum nach 309 plötzlich 311 kommt.
Zufall? Planungsfehler?
Nein. Das ist bewusst so.
Die kurze Antwort
Manche Zimmernummern fehlen aus kulturellen und psychologischen Gründen – vor allem wegen Aberglauben.
Die Sache mit der 13
In vielen westlichen Ländern gilt die Zahl 13 als Unglückszahl. Das Phänomen nennt sich sogar Triskaidekaphobie – die Angst vor der 13.
Um Gäste nicht zu verunsichern, verzichten viele Hotels auf:
- Zimmer 13
- den 13. Stock
- oder beides
Gerade internationale Hotelketten vermeiden Nummern, die in bestimmten Kulturen negativ besetzt sind.
Aber es geht nicht nur um die 13
In asiatischen Ländern ist häufig die Zahl 4 problematisch. Ihre Aussprache ähnelt im Chinesischen dem Wort für „Tod“.
Deshalb fehlt in manchen Hotels in:
- China
- Japan
- Korea
die Zimmernummer 4 oder ganze 4. Etagen.
Internationale Hotels passen sich oft der jeweiligen Region an – oder vermeiden mehrere „problematische“ Zahlen gleichzeitig.
Psychologie schlägt Mathematik
Ein Hotel lebt von Vertrauen und Komfort. Selbst wenn nur ein kleiner Teil der Gäste ein ungutes Gefühl bei bestimmten Zahlen hat, lohnt sich der Verzicht wirtschaftlich.
Ein leeres Zimmer wegen Aberglauben wäre teurer als eine übersprungene Nummer.
Der kleine Twist
Interessant ist: Die fehlende Nummer bedeutet nicht, dass das Zimmer physisch fehlt. Es existiert oft ganz normal – nur unter einer anderen Bezeichnung.
Aus Zimmer 13 wird dann 12A oder 14.
Mathematisch fragwürdig. Psychologisch clever.
Beim nächsten Hotelaufenthalt lohnt sich ein Blick auf die Zimmertür – vielleicht fehlt mehr, als du dachtest.
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