Costa Rica

La Fortuna Waterfall, Alajuela, La Fortuna, Costa Rica, Foto: Etienne Delorieux / Unsplash

Die bis zu 2.000 m hohe Cordillera de Guancaste verläuft im Norden von Costa Rica in südlicher Richtung. Die bis zu 3.000 m hohe Cordillera Central schließt sich östlich an. Das 1.100 m hohe Quertal Valle Central liegt in der Mitte von Costa Rica. Die Kordilleren mit dem höchsten Berg, dem Cerro Chirripó, befinden sich südlich vom Quertal Valle Central. Durch eine lagunenreiche Küste zeichnet sich das karibische Tiefland von Costa Rica aus. Die Gebirge von Costa Rica sind reich an tätigen Vulkanen und dementsprechend gibt es auch zahlreiche Erdbeben.

Klima in Costa Rica

In der atlantischen Zone von Costa Rica herrscht ein tropisches Klima mit einer gleichbleibenden Temperatur sowie einer Niederschlagsmenge von 3.000 – 4.000 mm. In der wechselfeuchten Pazifikzone von Costa Rica fallen nur 2.000 – 2.500 mm Niederschläge. Die Niederschlagsmenge liegt im Valle Central unter 2000 mm, die durchschnittliche Temperatur bei 20 Grad. In den Tiefländern liegen die mittleren Jahrestemperaturen bei 26 Grad, in den Lagen über 3.000 m unter 10 Grad. Von tropischem Regenwald ist der größte Teil von Costa Rica bedeckt. Immergrüne Bergwälder befinden sich in den höheren Lagen. Mangroven in den Lagunen, Palmsumpfwälder im Hinterland und auf den Halbinseln Nicoya und Osa Trockenwälder sowie Savannen. Tapire, Jaguare, Pumas und Affen gehören zur artenreichen Fauna.

Bevölkerung in Costa Rica

Die Bevölkerung von Costa Rica bestehen zu 87 % aus Weißen, zu 7 % aus Mestizen, zu 3 % aus Schwarze und Mulatten, zu 2 % aus Asiaten und zu 1 % aus Indianer. 89 % der Bevölkerung sind Katholiken, 8 % Protestanten und eine Minderheit sind Bahai. Bei 77 Jahren liegt die Lebenserwartung in Costa Rica. 5 % beträgt die Analphabetenquote. In den Städten leben gut 60 % der Costa Ricaner. In Costa Rica herrscht Schulpflicht.

Geschichte und Politik in Costa Rica

Kolumbus entdeckte 1502 Costa Rica. 1520 wurde das Land von der spanischen Krone in Besitz genommen und schließlich in Teil des Generalkapitanats Guatemala. Costa Rica löste sich 1821 von Spanien und gehörte von 1823 bis 1829 zu den Vereinigten Staaten von Zentralamerika. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts stabilisierte sich die Situation nach politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen. Costa Rica ist seit 1889 eine bürgerliche Republik. Nach dem kurzen Bürgerkrieg im Jahre 1949 wurde die noch heute gültige Verfassung ausgerufen. Das Land gilt als stabilster Staat der Region. Des Weiteren ist in Costa Rica kein Militär vertreten. Das Staatsoberhaupt und das Parlament werden alle vier Jahre direkt vom Volk gewählt.

Wirtschaft und Tourismus in Costa Rica

Costa Rica ist eines der wohlhabendsten Länder Lateinamerikas. Das Bruttoinlandsprodukt von Costa Rica beträgt ca. 19,3 Milliarden US-Dollar, wovon 9 % auf die Landwirtschaft, 29 % auf die Industrie und 62 % auf den Dienstleistungssektor entfallen. Rohstoffe, Brennstoffe und Konsumgüter werden nach Costa Rica importiert. Bananen, Kaffee, Fisch, Krabben, Maschinen und tropische Früchte werden ins Ausland exportiert.

Der Tourismus in Costa Rica trägt wesentlich zum Wirtschaftswachstum bei. 2014 betrugen die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr 1,6 Milliarden US-Dollar. Lange Sandstrände finden die Touristen an der Karibikküste. Zwischen Dezember und April ist die beste Reisezeit für einen Besuch in Costa Rica.

Verkehr in Costa Rica

Das Straßennetz erstreckt sich über 29.000 km, wovon 3.500 km asphaltiert sind. Allerdings ist nur das zentrale Hochland infrastrukturell gut erschlossen. Den internationalen Flughafen von Costa Rica findet man in der Stadt Juan Santamaria.

Flagge von Costa Rica
Flagge von Costa Rica

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