Guyana

Kirche in Georgetown, Guyana, Foto: Dinesh Chandrapal / Unsplash

Die Pakaraima Mountains mit dem 2.810 m hohen Monte Romaia liegen im Westen von Guyana. Das Küstentiefland schließt sich dem darauffolgenden Hügelland an. Im Küstentiefland von Guyana wachsen dichte Mangrovenwälder. Savannen herrschen im Südwesten des Landes vor. Dem Meer wurden seit dem 17. Jahrhundert landwirtschaftlich nutzbares Gebiet abgerungen.

Klima in Guyana

In Guyana herrscht ein tropisches Klima, das an der Küste vom Passat beeinflusst wird. An der Atlantikküste schwanken die Temperaturen zwischen 24 und 29 Grad. 2.000 bis 3.000 mm Niederschläge fallen in Küstennähe, im Landesinneren von Guyana fallen nur 1.500 mm. Von immergrünem Regenwald sind knapp 90 % der Landesfläche bedeckt. Savannen herrschen im Hügelland vor, Salzwiesen und Mangroven findet man in der Küstenregion von Guyana. Hirsche, Jaguare, Krokodile, Gürteltiere, Tapire, Ameisenbären, Ozelote, zahlreiche Vogel- und Reptilienarten, Giftspinnen beherrschen die Fauna von Guyana. In den Flüssen des Landes findet man die gefürchteten Piranhas.

Bevölkerung

Die Bevölkerung von Guyana besteht zu 51,4 % aus Indern, zu 30,5 % aus Mulatten und Mestizen und zu 5,3 % aus Indianer. Bei 66 Jahren liegt die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in Guyana. Unter von 5 % liegt die Analphabetenrate des Landes. 34 % der Bevölkerung von Guyana sind Protestanten, 33 % Hindus, 20 % Katholiken und 8 % sind Muslime. In den Städten des Landes leben 36 % der Bevölkerung. In der Metropolregion um die Hauptstadt Georgetown leben in etwa 191.810 Menschen (Stand 2012)

Geschichte und Politik in Guyana

Um den Nordosten Südamerikas kämpften Engländer, Niederländer und Franzosen. Die Kolonialmächte teilten 1814 das Gebiet von Guyana in drei Teile. Über 150 Jahre lang gehörte der Westen zum britischen Weltreich. Im Jahre 1834 wurde mit der Abschaffung der Sklaverei begonnen. Nachdem entstand ein riesiger Bedarf an Arbeitskräften, die aus Indien für die Arbeiten auf den Plantagen angeworben wurden. Die britische Kronkolonie Guyana erhielt 1961 den Autonomiestatus und fünf Jahre später einen Platz als unabhängige parlamentarische Monarchie im Commonwealth. Guyana ist seit 1970 eine Präsidialrepublik. Das Parlament wird alle fünf Jahre neu gewählt. Die stärkste Partei des Landes bestimmt den Präsidenten von Guyana. Mit dem 18. Lebensjahr erhalten die Bürger von Guyana das Wahlrecht.

Wirtschaft und Tourismus

Das Bruttoinlandsprodukt von Guyana beträgt ca. 780 Millionen US-Dollar, wovon 31 % auf die Landwirtschaft, 29 % auf die Industrie und 40 % auf den Dienstleistungssektor entfallen. Brennstoffe, Kapital- und Konsumgüter werden nach Guyana eingeführt. Zu den Exportgütern zählen vor allem Gold, Zucker, Bauxit und Reis.

Es strömen jährlich etwa 100.000 ausländische Gäste ins Land, jedoch existiert in Guyana keine touristische Infrastruktur. Bei Trekking-Fans ist das Land sehr beliebt.

Verkehr in Guyana

Das Straßennetz von Guyana erstreckt sich über eine Länge von 5.000 km, ist allerdings nur im Küstenbereich gut befestigt. Von regionalen Fluggesellschaften werden die wichtigsten Orte des Landes angeflogen.

Flagge von Guyana
Flagge von Guyana

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