Kapverden – eine Welt zum Entdecken

Drei Frauen auf Kapverden balancieren ihre Körbe auf dem Kopf. Foto: Belinda Fewings / Unsplash
Drei Frauen auf Kapverden balancieren ihre Körbe auf dem Kopf. Foto: Belinda Fewings / Unsplash

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Die Inseln von Kapverden liegen mitten im Atlantischen Ozean unweit von Senegal. Auf der gesamten Fläche von 4.033 km² befinden sich zehn große und fünf kleine Inseln und nur neun sind bewohnt.  

Kapverden beherbergt tiefe Wälder mit grünen Gebirgszügen und ebenso Strände, die von Palmen umsäumt sind. Des Weiteren bunte Märkte, die das Kaufbegehren aufkommen lassen. Über all dies thront auf der Feuerinsel majestätisch der Vulkan Pico do Fogo mit seiner 2.829 Meter hohen Naturgewalt.

Die Pflanzen- und Tierwelt

Nach der Bildung des Vulkans gab es auf den Kapverdischen Inseln keine Vegetation. Jedoch die Meeresströmung, Vögel, Menschen und der Wind führten zahlreiche Samen aus Lateinamerika, dem Mittelmeerraum und Westafrika ein und bis heute bildeten sich daraus 850 Arten an Pflanzen.

Die Gebirgsinseln zeigen sich bunter. Steile Bergwände sind bewachsen mit Bananen,-  Zitrus- und Mangobäumen, Zuckerrohr, der rot blühenden Cana und blauen Jacarandablüten, Agaven und Rosenarten in gelb-rot. Ebenso Lavendel, Rosmarin und die gelb blühende Kapverdenhauswurz.

Weiterhin verschiedene Baumarten, wie Akazien, Zypressen, Kanaren Kiefer und Eukalyptus. Entlang der Straßen wächst wilde Aloe vera, die als Heilmittel seit vielen Jahren Verwendung findet.

In der Tierwelt sind mit der Zeit viele Tiere auf den Inseln heimisch geworden. Als Erstes waren es die Fledermäuse und nach einiger Zeit siedelten sich viele Schmetterlingsarten und schillernde Großlibellen an. Weiterhin sind ganzjährig auf den Kapverden ungefähr 50 verschiedene Arten von Brutvögeln zu Hause. Insbesondere Lerchen, Rennvögel, Wüstenraben, Wellenastrilde und Mönchsgrasmücken. Den  Kapverdensperling, die Razolerche, den Alexandersegler und Kapverdenrohrsänger  sind nur auf diesen Inseln zu sehen.

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Sportliche Aktivitäten auf den Inseln

Wandern: zum Wandern eignen sich die bergigen Inseln Fogo, Santo Antão und São Nicolau. Durch die kurzen Regentage und sommerlichen Temperaturen ist das wandern ein wahres Vergnügen. Höhepunkte sind die Pfade durch tropische Täler oder bizarre Bergwelten, die aus den Kolonialzeiten stammen. Das größte Wanderabenteuer ist der Weg zum Vulkan.

Mountainbike: Fortgeschrittene und Profis können sich mit dem Mountainbike auf den bergigen Inseln und atemberaubende, anspruchsvolle Wege austoben. 

Surfen: die Insel ist durch das tropische Klima, den ganzjährigen Winden und angenehmen Wassertemperaturen ein Paradies zum einfachen Surfen. Die hohen Wellen können mit dem Surfbrett auf anderen Inseln getrotzt werden. 

Tauchen: Ein Erlebnis für jeden Taucher bietet die große Vielfalt typischer Tierarten aus dem Atlantik und Mittelmeer. Entlang der Steilwände, Canyons und den tiefen Höhlen ist eine Begegnung großer Fischschwärme, Zackenbarsche, Papageifische, Schnapper, Thunas, Schildkröten, Riesenmantas und Haie unausweichlich. Mit etwas Glück können sogar verschiedene Arten von Walen gesichtet werden.     

Kunst und Kultur etwas anders

Fischer in Palmeira auf der Insel Sal, Foto: Krisztian Tabori / Unsplash
Fischer in Palmeira auf der Insel Sal, Foto: Krisztian Tabori / Unsplash

Auf den Kapverden ist die Kunst etwas anders. Hier sind Töpfer- und Webarbeiten, von Hand gefertigt, Tradition. Ebenso gehäkelte Decken, Stickereien, Gemälde, Batik, Handwerksarbeit aus Holz und geflochtene Körbe. Gewebte Teppiche sind weitverbreitet und die traditionellen Farben streiten sich in Indigoblau, Weiß und Schwarz in den Fasern.  Rechteckige Tücher, genannt Panos, werden als Kleidungsstücke verwendet und sind hauptsächlich Indigoblau gefärbt. Die Kunst des Töpferns ist hauptsächlich auf Santiago, Maio, São Vicente und Sal Boa Vista anzutreffen. Dort werden große Wasserbehälter, Vasen und Plastiken angefertigt.

In der Kultur sind überwiegend Theaterstücke sehr beliebt. Die Schauspieler schreiben die Stücke meistens selbst und beschreiben darin alltagsnahe Themen der einheimischen Menschen. 


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Kulinarische Inselspezialitäten

Die Küche auf den Kapverden ist als relativ „deftig“ zu bezeichnen und das sind hauptsächlich Eintöpfe.  Meeresfrüchte und Fischgerichte gehören ebenfalls in die Küche und sind weitverbreitet. Dazu zählen Gerichte mit Thunfisch, Schwertfisch, Tintenfisch, Muräne, Langusten und Muscheln. Die Langusten sind gebraten oder  gedämpft in Knoblauch oder Zwiebeln eine besondere Leckerei. Dazu werden hauptsächlich Reis oder frittierte Kartoffeln angereicht. Die Cachupa ist eine Mischung aus Bohnen, Reis, Fleisch- oder Fischstückchen und somit ein einfaches Hauptgericht in der einheimischen Küche.   

Auf Cabo Verde sind die Süßspeisen recht vielfältig und werden hausgemacht. Die Inseln bringen zahlreiche Früchte hervor, wie Papaya, Kokosnüsse, Mangos und Guaven und damit werden fantasievolle Kreationen gezaubert. Die Doce de Papaya, eine Art Papayagelée und der Kaffee- oder Käsepudding sind weitere Spezialitäten.     

Einheimische Getränke, Wein und Bier sind überall zu erhalten. Beliebt ist der Zuckerrohrschnaps „Grogue“, dieser erhält manchmal die Süße aus den einheimischen Obstsorten. Unterschiedlich gute Weine werden auf der Vulkaninsel Fogo aus landeseigenen Trauben hergestellt.

Das Nachtleben der Inseln

Das Nachtleben muss gesucht werden. In ländlichen Gebieten ist es schwer, nach 22 Uhr die Unternehmungslust auszuleben. Es sei, dass die Dorfbewohner gerade in Feierlaune sind. Für das pure Nachtleben sind die größeren Städte anzusteuern. Dazu gehören die Städte Mindelo, Sal, Praia, Sal Rei und Esplanada. Dort sind Bars, klassische Diskotheken zu finden. Musikliebhaber sollten Restaurants besuchen, in denen gerade einheimische Musiker ihr Bestes geben.

Malo auf Kapverden, Foto:  Victor Svistunov on Unsplash
Malo auf Kapverden, Foto: Victor Svistunov on Unsplash

Ewiger Sommer auf den Inseln

Das Wetter auf den Kapverden kann sich sehen lassen. An 350 Tagen im Jahr ist auf die Sonne Verlass. Temperaturen zwischen 21Grad und 29 Grad sind keine Seltenheit. Die allgegenwärtige Meeresbrise besitzt eine durchschnittliche Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent. Somit ist der ewige Sommer gesichert.

Auf den Kapverdischen Inseln gibt es nur zwei anstatt vier Jahreszeiten. Das sind von Oktober bis Juli die Zeit der Winde (Tempo das Brisas) und von August bis September die Regenzeit (Tempo das chuvas), in der tropische Regenfälle recht heftig niedergehen.

Auf den Inseln von Kapverden lässt jede Jahreszeit ein Abenteuer erleben.

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