Sambia

Zwei junge Elefanten im Südluangwa-Nationalpark in Sambia

Auf einer Hochebene liegt Sambia und befindet sich damit im Durchschnitt 1.000 bis 1.500 m über dem Meeresspiegel.

Sambia steigt von Süden nach Norden hin allmählich an und überragt vereinzelte Berge von bis zu 2.300 m Höhe. In den Muldenzonen der Flüsse Sambesi und Kafue wird die Landschaft von Sambia von flachen Seen und Sumpfgebieten bestimmt. Ein Teil des Ostafrikanischen-Grabensystems ist der Nordosten des Landes.

Klima in Sambia

In Sambia herrscht ein tropisches Klima, dass aufgrund der Höhenlage des Landes eher gemäßigt und bis auf die feuchtheißen Monate Dezember bis April herrscht in der Savanne des Hochlandes Trockenzeit. In der Hauptstadt von Sambia, Lusaka betragen die Durchschnittstemperaturen 16 Grad im Juli und 21 Grad im Januar. Die Flussniederungen und Seengebiete sind von dichten Laubwäldern bewachsen. Lediglich in diesem Gebiet ist es das ganze Jahr über recht heiß und feucht.

Bevölkerung in Sambia

Die Bevölkerung von Sambia besteht aus 73 ethnischen Gruppen. Sie stellen 98 % der Bevölkerung dar. Bemba, Nyanja, Kaonda und Lunda sind die am weitesten verbreiteten Sprachen des Landes. Insgesamt gibt es in Sambia 80 verschiedene Sprachen. Zum Christentum bekennen sich 80 % der Bevölkerung, hinzu kommen Minderheiten von Sunniten und Hindus sowie Anhänger einheimischer Religionen.

Geschichte und Politik in Sambia

Eine Republik innerhalb des Commonwealth of Nations ist das heutige Sambia. Aus den im Jahr 1911 als Nordrhodesien bezeichneten britischen Einflussgebieten nördlich des Sambesi entstand das heutige Land. Unter direkte britische Kolonialverwaltung kamen diese 1923 als Protektorat, aus der Sambia im Jahre 1964 unter seinem heutigen Namen in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Der erste Präsident schuf 1972/73 ein Einparteiensystem. Zur Zulassung von Oppositionsparteien in Sambia führte 1990 der Demokratisierungsdruck von innen und außen. Ein Mehrparteiensystem und die Gleichzeitigkeit von Präsidentschafts- und Parlamentswahlen legt eine neue Verfassung fest.

Wirtschaft und Tourismus in Sambia

Das Bruttoinlandsprodukt von Sambia beträgt ca. 7 Milliarden US-Dollar, wovon 21 % auf die Landwirtschaft, 26 % auf die Industrie und 53 % auf den Dienstleistungssektor entfallen. Sambia verfügt durch reiche Bodenschätze (Kupfer, Kobalt und Edelsteine) und guter landwirtschaftlicher Bedingungen über ein großes wirtschaftliches Potenzial. 80 % der Bevölkerung arbeitet im Agrarsektor. Die Hälfte der Bevölkerung muss mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag auskommen.

Landschaftliche Attraktionen wie die Victoriafälle, der künstlich aufgestaute Karibasee mit einer Fläche von 5000 km², der Tanganjikasse sowie die großen Nationalparks zählen zu den bevorzugten Zielen des Fremdenverkehrs in Sambia.

Verkehr in Sambia

In Sambia ist das Eisenbahnsystem und das Straßennetz gut ausgebaut. Mit der 891 km langen Tazara-Linie hat man Anschluss an die Küste. Dicht geknüpft ist auch das Inlandsflugnetz von Sambia. In Lusaka, der Hauptstadt des Landes, und Ndola findet man die internationalen Flughäfen. Der wichtigste Hafen von Sambia ist der Mpulungu am Tanganjikasee.

Flagge von Sambia
Flagge von Sambia

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