Gabun

Lope, Ogooué-Ivindo, Gabun, Foto: Ralph Messi / Unsplash

Vom Ogooué und seinen Nebenflüssen, die sich ihren Weg durch Becken und Täler eines zum afrikanischen Schild gehörenden Hochplateaus bahnen, ist Gabun geprägt. Das Küstentiefland ist bis zu 200 km breit und steigt in einem Ausläufer der Niederguineaschwelle bis auf eine Höhe von 890 m an. Der Mont Iboundi im zentralen Massif du Chaillu ist mit 1.575 m der höchste Berg von Gabun. Im Süden besteht die 800 km lange Küste aus Lagunen und Nehrungen und ist im Norden durch Deltas, Buchten und Trichtermündungen verschiedener Flüsse gegliedert.

Klima in Gabun

In Gabun herrscht ein feuchtheißes Tropenklima, das nur geringfügige Temperaturschwankungen verursacht. An der Küste liegen die mittleren Monatstemperaturen bei 26 Grad und im Landesinneren bei 24 Grad. Von Oktober bis Dezember und von Januar bis Mai gibt es in Gabun die Regenzeit. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt im Nordwesten bei 4.000 mm, an den südlichen Küstenabschnitten bei 2.500 mm und im Landesinneren bei etwa 1.700 mm. Von tropischem Regenwald sind drei Viertel von Gabun bedeckt. Die einst dichte Vegetation hat sich durch den Holzschlag in Sekundärwald verwandelt. Weite Graslandschaften erstrecken sich an der Küste und in den Flusstälern. Verschiedene Affen- und zahlreiche Vogelarten, Elefanten, Antilopen, Büffel, Krokodile und Flusspferde findet man in Gabun.

Bevölkerung in Gabun

Die Bevölkerung von Gabun besteht aus 40 unterschiedlichen Ethnien. 52 % der Bevölkerung gehören dem katholischen Glauben an, 40 % sind Anhänger traditioneller Religionen und 8 % sind Protestanten. Bei 55 Jahren liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Gabun. 37 % der Bevölkerung sind Analphabeten.

Geschichte und Politik in Gabun

Verschiedene europäische Kolonialmächte betrieben, nach der Entdeckung Gabuns durch die Portugiesen, an der Küste und entlang den schiffbaren Flüssen einen schwunghaften Handel mit Edelhölzern, Elfenbein und Sklaven. Gabun wurde im Jahr 1886 französische Kolonie und 1910 Teil von Französisch-Äquatorialafrika. 1960 wurde Gabun unabhängig, der Reichtum des Landes blieb allerdings weitgehend in ausländischer Hand. Omar Bongo ist seit 1967 Staatsoberhaupt von Gabun. Im Land genießt man ein relativ hohes Maß an politischer Stabilität. Bis 1995 war Gabun ein Einparteienstaat. Durch die Änderung der Verfassung entstand eine Mehrparteiendemokratie. Alle fünf Jahre werden die Nationalversammlung, der Senat und das Staatsoberhaupt direkt vom Volk gewählt. Mit dem 21. Lebensjahr erhalten die Bürger von Gabun das Wahlrecht.

Wirtschaft und Tourismus in Gabun

Das Bruttoinlandsprodukt von Gabun beträgt ca. 7 Milliarden US-Dollar, wovon 7 % auf die Landwirtschaft, 55 % auf die Industrie und 38 % auf den Dienstleistungssektor entfallen. Die Ausbeutung der Erdölfelder, die mit 88 % den Löwenanteil des Exportaufkommens ausmacht, ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor des Landes. Die Ausfuhr von Edelhölzern und Mangan ist ebenfalls von großer Bedeutung.

Touristisch ist Gabun kaum erschlossen. Zwischen Juli und Dezember und um den Jahreswechsel ist die beste Reisezeit für einen Besuch in Gabun.

Verkehr in Gabun

Über 7.500 km erstreckt sich das Straßennetz, wovon nur 6.000 km asphaltiert sind. Eine 648 km lange Eisenbahnverbindung verbindet die Hauptstadt Libreville und Franceville. In Port-Gentil und in Libreville liegen die internationalen Flughäfen von Gabun.

Flagge von Gabun
Flagge von Gabun

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