Entdecke den Chiemsee

Der Chiemsee, Foto: Kilian Kremer / Unsplash
Der Chiemsee, Foto: Kilian Kremer / Unsplash

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Die Gegend rund um das „Bayerische Meer“, wie der Chiemsee auch genannt wird, ist die zentrale und beliebteste Tourismus-Region im Chiemgau. Den Mittelpunkt bildet der Chiemsee, der vor rund 10.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit entstand.

Das Gewässer selbst ist Anziehungspunkt unter anderem für Segler und Schwimmer. Kultur- und Geschichtsinteressierte kommen unter anderem auf den Inseln mit ihren Sehenswürdigkeiten auf ihre Kosten. Am 75 Kilometer langen Ufer des Sees befinden sich viele schöne Ortschaften. Die Umgebung des Sees ist eine ideale Landschaft für Ausflüge – ob zu Fuß oder auf dem Fahrrad.

Verglichen mit den anderen drei Teilen des Chiemgaus geht es rund um den Chiemsee sicher am lebhaftesten zu. Das Versailles nachempfundene Schloss auf der Herreninsel und auch das Benediktinerinnenkloster auf der benachbarten Fraueninsel im Chiemsee sind wahre Publikumsmagnete. In Scharen werden die Besucher von den umliegenden Ortschaften am Ufer mit Schiffen auf die Inseln und zurück gebracht.

Kultur und Natur erleben

In den Gemeinden rund um den Chiemsee wird das Jahr über ein umfangreiches und vielseitiges Kulturprogramm geboten. Es reicht von den Festspielen auf Herrenchiemsee über das jährliche Opernfestival auf Gut Immling bis zum Festival unter Sternen, bei dem jeden Sommer bekannte Künstler der Popmusik auftreten.

Wer befürchtet, rund um den See herrsche ständig „Remmidemmi“, der kann sich gleichwohl beruhigen lassen. Wie auch im übrigen Chiemgau, so spielt auch am und um den Chiemsee das Erleben von Natur eine wichtige Rolle. Zum Beispiel liegt im Delta der Tiroler Ache, die in den Chiemsee fließt, ein großes Vogelschutzgebiet.

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Ferienorte am Chiemsee

Es gibt wunderschöne Luft- und Kneippkurorte in der Region rund um den Chiemsee, einige liegen direkt am sogenannten bayrischen Meer. Hier eine Auswahl:

Chieming

Blick auf den Chiemsee von Chieming aus, Foto: Maximilian Zahn / Unsplash
Blick auf den Chiemsee von Chieming aus, Foto: Maximilian Zahn / Unsplash

Chieming ist ein beliebter Erholungsort am Ostufer des Chiemsees. Der an der ehemaligen Römerstraße zwischen Augsburg und Salzburg gelegene Ort hat wahrscheinlich römische Ursprünge. 790 wurde er erstmals urkundlich erwähnt. Heute leben etwas mehr als 4.300 Bewohner in der Gemeinde. Sportbegeisterte finden in Chieming neben dem Segelclub auch einen Golfplatz. Weil die Umgebung des Ortes äußerst flach ist, eignet sie sich auch als Spazier- und Radfahr-Terrain für jedermann. Um Chieming sind zudem vier Strecken fürs Nordic Walking ausgeschildert.

Während des Sommerhalbjahres bietet die Gemeinde regelmäßig kostenlose Führungen und Touren an. Neben Radtouren und geführten Wanderungen umfasst das Programm auch eine historische Dorfführung und Vogelbeobachtungen. Für Gesundheitsbewusste gibt es spezielle Aktivitäten in Chieming. Wer zum Beispiel an Diabetes, Osteoporose oder Übergewicht leidet, kann an eigens dafür ausgearbeiteten Programmen teilnehmen, deren Kosten zum Teil von der Krankenkasse erstattet werden.

Sehenswert in Chieming ist primär die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Sie stammt aus den zwei letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Ein Münchner Architekt entwarf die Pläne für den im neuromanischen Stil gehaltenen Bau. Max Fürst aus Reichenhall schuf um 1885 das Altargemälde.

Bad Endorf

Lädt ein zum Erholen - Bad Endorf, Foto: MH Photography / Adobe Stock
Lädt ein zum Erholen – Bad Endorf, Foto: MH Photography / Adobe Stock

In dem seit 1987 staatlich anerkannten Heilbad Endorf wird Wellness großgeschrieben. In den Chiemgau-Thermen findet der Gast eine große Bäderlandschaft. Auch einige Hotels haben sich dem Wohlbefinden ihrer Gäste verschrieben. So haben zwei Betriebe Schönheitsfarmen eingerichtet.

Bei Bohrungen nach Öl und Gas in den 1960er-Jahren stießen Arbeiter zufällig auf jodhaltiges Thermalwasser. Es schoss aus mehr als 4.800 Meter Tiefe mit einer Temperatur von 115 Grad Celsius in die Höhe. Zehn Jahre später entschloss man sich, diesen „Bodenschatz“ zu nutzen und legte den Grundstein für die heutige Therme. Zunächst entstanden nur Wannenbäder und Massageplätze. In den folgenden Jahren wurden die Bäderbetriebe immer weiter ausgebaut. 1987 schließlich erhielt Endorf die staatliche Anerkennung als Heilbad. Die Gemeinde ist damit noch ein sehr junger Kurort.

Die Bäderlandschaft der Chiemgau-Thermen erstreckt sich über 1800 Quadratmeter Wasserfläche. Es gibt Innen- wie Außenbecken mit Wassertemperaturen zwischen 27 und 34 Grad Celsius. Ein Bad wirkt auf vielfache Weise wohltuend. Beschwerden wie Bluthochdruck werden gelindert, außerdem erfährt der Bewegungsapparat eine angenehme Entlastung. Neben den Bädern haben die Thermen auch Massagen, Anwendungen aus der Traditionellen chinesischen Medizin und Osteopathie im Angebot.

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Prien

Prien am Chiemsee hat für jeden was zu bieten. Foto: AIDAsign / Adobe Stock
Prien am Chiemsee hat für jeden was zu bieten. Foto: AIDAsign / Adobe Stock

Die Marktgemeinde Prien ist wohl der bekannteste Urlaubsort am bayerischen Meer. Prien am Chiemsee gehört zum Landkreis Rosenheim und ist ein oberbayerischer Naherholungsort. Luxuriöse Wellness- und Sporthotels sind hier zu finden. Pflegende Naturheilbäder sollen dem Urlauber helfen zu entspannen und den stressigen Arbeitsalltag vergessen lassen. Sportbegeisterte können sich in den Segel-, Ruder- und Kajakclubs austoben und Eltern wetteifern mit ihren Kindern am Minigolfplatz in Seenähe um den Sieg. Auch der moderne Klettersportler kommt nicht zu kurz. Der Klettergarten am See, Harrasser Straße bietet alle erdenklichen Kletterrouten von unterschiedlichsten Schwierigkeitsniveaus. Für Kurgäste stellt der Barfußweg in der Kneippanlage Eichental ein neuartiges Vergnügen dar und bietet neue Dimensionen und Möglichkeiten einer gesundheitsbedingten Erholungskur.

In den Achtzigerjahren überrollte eine neue Fitnesswelle Deutschland. Die Bewegung im Team an der frischen Luft sollte neue Lebenskraft und einen trainieren Körper garantieren. Ein solches Revival könnte der Jogger am Trimm-Dich-Pfad Eichental in Prien erleben, während er durch Reifen springt oder an Seilen turnt.

Auch ein Ausflug in den Kräutergarten am Heimatmuseum ist ein interessantes Erlebnis für Groß und Klein. Heilpflanzen können mit allen Sinnen erkundet und die großartige Blütenpflanzenwelt genossen werden. Prien am Chiemsee lässt somit keine Wünsche, auch von noch so außergewöhnlicher Natur, offen.

Traunstein

Traunstein in der Nähe des Chiemsees, Foto: Frank Lambert / Adobe Stock
Traunstein in der Nähe des Chiemsees, Foto: Frank Lambert / Adobe Stock

Die Ruhe des Chiemgauer Landes und die Vorzüge einer Stadt vereint das 10 Kilometer östlich des Chiemsees gelegene Traunstein. Die Stadt bietet alle Möglichkeiten zum Bummeln und Einkaufen, in der Umgebung lässt sich die Natur erleben und Sport treiben. Schließlich liegt Traunstein mit seinen mehr als 18.000 Einwohnern auch nur 15 Kilometer nördlich der Chiemgauer Alpen.

Die Ursprünge der Stadt gehen zurück ins 12. Jahrhunderte. Um 1120 ließ sich das Geschlecht de Truna in der Gegend nieder. Sie errichten an dieser Stelle eine Burg. Später bauen die Wittelsbacher die Befestigung aus und kontrollieren von dort aus den Traunübergang der Salzstraße zwischen Bad Reichenhall und München. Zur Stadt erhoben wird Traunstein im frühen 14. Jahrhundert. Alle Dokumente, die über den Zeitpunkt genauer Auskunft geben könnten, wurden bei zwei Großbränden in Traunstein vernichtet. Von 1616 bis 1619 entstand eine Soleleitung von Reichenhall nach Traunstein. Seitdem wurde in Traunstein Salz produziert. Die letzte Saline der Stadt wurde 1912 geschlossen.

Vom Georgiritt bis zum Erlebnisbad

Heute gilt Traunstein als Einkaufsstadt. In Traunstein gibt es sogar mehrmals verkaufsoffene Sonntage. Außerdem bietet die Stadt ein umfangreiches Kulturprogramm. Die 1690 erbaute Klosterkirche wurde von einem Verein umgestaltet zu einem Veranstaltungs- und Ausstellungsraum. Seit mehr als zehn Jahren findet im Sommer das Stadtfest „Traunstein live“ statt. Einen ganzen Tag lang gibt es in der Stadt Musik und Vorführungen für Jung und Alt. Jedes Jahr im April findet rund um den traditionellen Georgiritt mit mehreren Hundert Pferden ein historisches Fest statt. Chorkonzerte und Volkstheater-Vorführungen runden das kulturelle Programm ab.

Zu den historischen Sehenswürdigkeiten Traunsteins zählen neben Gebäuden der ehemaligen Salinenanlage Überreste der Stadtmauern. Erst 1998 wieder aufgebaut, wurde der Jacklturm, einst Teil der Stadtbefestigungen. Er war bei einem Stadtbrand im 19. Jahrhundert zerstört worden.

Auch wer sich der Natur oder dem Sport widmen möchte, ist in Traunstein richtig. Rund um die Stadt gibt es ein gutes Netz von Rad- und Wanderwegen. Im Sommerhalbjahr bietet die Stadt geführte Spaziergänge in die Natur an. Das Erlebnisbad lockt unter anderem mit einer langen Rutschbahn.

Die Chiemgauer Alpen

Sind die Chiemgauer Alpen nicht herrlich? Foto: Markus Spiske / Unsplash
Sind die Chiemgauer Alpen nicht herrlich? Foto: Markus Spiske / Unsplash

Bis auf 1961 Meter erheben sich die Gipfel der Chiemgauer Alpen, die dem südlichen Teil des Chiemgaus seinen Namen geben. Höchster Berg ist das Sonntagshorn südlich von Ruhpolding am Übergang von Bayern zu Salzburg.

Die Gegend zwischen Kampenwand, Geigelstein, Hochfelln und Hochstaufen ist hauptsächlich für Wanderer ein Paradies. Zur kalten Jahreszeit finden Wintersportler in den Höhen viele präparierte Pistenkilometer. Auch Mountainbiker und Kletterer begeben sich gern in die Chiemgauer Alpen, um ihren Sport auszuüben.

Wer Bergluft schnuppern möchte, der sollte auf jeden Fall in den südlichen Teil des Chiemgaus fahren. Auf den Almen und Berghöhen gibt es fast 100 Gasthöfe und Hütten, die den Wanderer, Kletterer oder Radfahrer nach seinem Aufstieg mit einer kräftigen Brotzeit belohnen. Gebirgsbäche rauschen durch die Landschaft. Die Aussicht von den Höhen des Hochfelln oder der Kampenwand ist atemberaubend.

Die 1668 Meter hohe Kampenwand ist indes auch ein beliebtes Revier für Kletterer. Hier sind mehrere Routen mit Bohrhaken präpariert. Vom Anfänger bis zum Könner findet hier jeder sein Klettervergügen.

Die Inseln des Chiemsees

Chiemsee am Abend, Foto: Travis Blessing / Unsplash
Chiemsee am Abend, Foto: Travis Blessing / Unsplash

Die wunderschönen Inseln Herrenchiemsee (auch Herreninsel genannt – mehr dazu gleich) und Frauenchiemsee (oder auch Fraueninsel) sowie die unbewohnte Krautinsel gehören zur kleinsten Gemeinde in Oberbayern, der Gemeinde Chiemsee. Die Herreninsel weist eine Größe von 240 ha auf, die Fraueninsel ist mit ca. 12 ha beträchtlich kleiner. Angeblich schon seit der Steinzeit besiedelt, wird hier erstmalig Irmengard, eine Tochter von Ludwig dem Deutschen, als erste Äbtissin des Klosters Frauenchiemsee erwähnt.

Auf den beiden bewohnten Inseln finden sich zahlreiche Unterkünfte in sämtlichen Kategorien, ganzjährig sind die Eilande durch regelmäßig verkehrende Schiffsverbindungen mit dem Festland verbunden. Von hier aus lassen sich nicht nur wunderbar die Inseln erkunden, welche mit ihrer schönen Landschaft und Architektur einen jeden Besucher verzaubern. Auch für sämtliche Wassersportarten bieten sich diese Orte natürlich an. Wer etwa in dem auch „Bayerisches Meer“ genannten Chiemsee Surfen, Segeln oder einfach nur schwimmen will, der ist hier genau richtig. Und auch ausgiebige Spaziergänge und zahlreiche Ausflüge sind von hier aus natürlich wunderbar möglich.

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Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten rund um den Chiemsee

Es gibt unzählige sehenswerte Orte und Locations rund um den Chiemsee und im gesamten Chiemgau. Einige davon stellen wir im Folgenden etwas näher vor:

Schloss Herrenchiemsee

Schloss Herrenchiemsee, Foto: Julia / Adobe Stock
Schloss Herrenchiemsee, Foto: Julia / Adobe Stock

Schloss Herrenchiemsee, das Ludwig II. ab 1878 bauen ließ, sollte ein zweites Versailles werden. Den französischen König Ludwig XIV. verehrte der bayerische Monarch. Mit dem neuen Schloss auf der Herreninsel wollte Ludwig II. gleichsam dem Franzosen ein Denkmal setzen, wie ein Sinnbild für den Absolutismus schaffen.

Eine 98 Meter lange Spiegelgalerie erstreckt sich fast über die gesamte Westfront des Schlosses. Dieser größte Saal des Schlosses ist eine der deutlichsten Anlehnungen an das französische Vorbild. Den 17 Rundbogenfenstern stehen ebenso viele Spiegel gegenüber, die das einfallende Licht reflektieren. Mit nahezu 2.000 Kerzen in 33 Lüstern und 44 Kandelabern konnte der Saal früher illuminiert werden. Dies geschah angeblich an jedem der nur 52 Tage, die Ludwig II. auf dem Neuen Schloss verbrachte.

Außer dem Spiegelsaal umfasst das Schloss noch mehr als 20 weitere prunkvolle Räume. Zu den beeindruckendsten zählt das überdachte Prunktreppenhaus, das als Haupteingang zum Schloss geplant wurde. Der Raum ist ausgestattet mit Marmorböden. Vor einem Brunnenbecken stehen die Statuen der Jagdgöttin Diana und zweier Nymphen. Ornamente an den Ecken der Decke symbolisieren die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde.

Während der Bauarbeiten am Neuen Schloss residierte Ludwig häufig im benachbarten Alten Schloss. Er hatte sich dort eigens eine Wohnung einrichten lassen, von der aus er die Fertigstellung seines neuen Refugiums beobachtete. Allerdings blieb das neue Schloss unvollendet. Nach sieben Jahren Bauzeit stellte Ludwig die Arbeiten an dem Prunkbau 1885 wegen Geldmangels ein. Weil einige Gebäudetrakte damals bisher nicht fertiggestellt waren und die Symmetrie des Baus dadurch gestört wurde, brach man später einige Teile wieder ab.

Durch die prunkvoll ausgestatteten Räume des Schlosses werden Führungen angeboten. Außerdem gibt es im Schloss ein König Ludwig II. Museum, das anhand vieler Ausstellungsstücke die Lebensgeschichte des „Märchenkönigs“ erzählt. Zu sehen sind neben Büsten und Gemälden auch das Taufkleid und der Krönungsmantel Ludwigs II.

Die Herrenchiemsee-Festspiele

Hier lässt es sich angemessen feiern – der Garten von Schloss Herrenchiemsee, Foto: saiko3p / Adobe Stock
Hier lässt es sich angemessen feiern – der Garten von Schloss Herrenchiemsee, Foto: saiko3p / Adobe Stock

Seit dem Jahr 2000 ist die Herreninsel im Chiemsee und vor allem das von Ludwig II. gebaute Neue Schloss jeden Sommer zehn Tage lang Schauplatz von Musik-Festspielen. Die märchenhafte Kulisse verleiht den Aufführungen ihren ganz eigenen Charakter. Jedes Jahr steht das Programm unter einem Motto.

Das grundlegende Konzept der Festspiele – „der Welt entrückt“ – orientiert sich unmittelbar an der Person Ludwigs II. Die innere Zerrissenheit des Königs und auch dessen für das 19. Jahrhundert unzeitgemäße Weltsicht bilden den Hintergrund der Festspiele.

Klavierkonzerte und Chorgesang sind im Programm ebenso zu finden wie konzertante Opernaufführungen. Als Aufführungsorte dienen dabei die Prunkräume des Schlosses, etwa die spektakuläre Spiegelgalerie oder die Prunktreppe. Gespielt haben auf Herrenchiemsee unter anderem bereits das Royal Philharmonic Orchestra und das Scottish Chamber Orchestra.

Beim Publikum kommt das jährliche Festival gut an. Der große Erfolg veranlasste die Veranstalter, das Programm von ehemals zehn Tagen auf volle zwei Wochen auszudehnen und auch die benachbarte Fraueninsel als Spielstätte einzubeziehen. Die Festspiele auf Herrenchiemsee werden gänzlich ohne staatliche Zuschüsse veranstaltet; eine große deutsche Bank tritt als Sponsor auf.

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Segeln auf dem Chiemsee

Segeln auf dem Chiemsee ist sehr beliebt, Foto: John Apps / Unsplash
Segeln auf dem Chiemsee ist sehr beliebt, Foto: John Apps / Unsplash

Das „Bayerische Meer“ ist ein Paradies für Segler. Mit einer Fläche von 80 Quadratkilometern ist der Chiemsee der drittgrößte See in Deutschland. An der längsten Stelle hat das Gewässer einen Durchmesser von 13 Kilometern, die Uferlinie ist 65 Kilometer lang. Immer wieder gehen in diesem Revier auch bekannte Regattasegler ihrer Lieblingsbeschäftigung nach. Im Rahmen nationaler wie internationaler Regatten werden auf dem Chiemsee viele Läufe in verschiedenen Klassen abgehalten, unter anderem Fun, H-Boot oder Libera.

Wer auf dem Chiemsee segelt, findet rundherum am gesamten Ufer zahlreiche Anlegestellen. An vielen gibt es Restaurants oder Biergärten. Reizvoll ist es natürlich auch, zu einer der Inseln zu fahren und dort vor Anker zu gehen.

Wer über Nacht in den ausgewiesenen Zonen ankern möchte, muss sich vorher die Genehmigung vom Landratsamt einholen. Diese Behörde muss auch benachrichtigen, wer mit dem Motor auf dem See unterwegs ist, etwa zu einer Regatta. Normalerweise ist es Seglern nämlich nicht erlaubt, sich motorgetrieben über den Chiemsee zu bewegen.

Gute Windbedingungen dank Föhn

Auch wenn auf anderen Gewässern Flaute herrscht und die Wetterdienste nur schwache Luftbewegungen ankündigen, lässt sich auf dem Chiemsee dank des Föhns oft noch hervorragend segeln. Am häufigsten weht über dem Chiemsee der Westwind, der allerdings häufig Tiefs mit sich bringt. Gutes Wetter bringt dagegen der Ostwind mit, der bei den Chiemsee-Seglern am beliebtesten ist. Er ist allerdings bei Weitem nicht so häufig wie der Westwind. Die guten Windbedingungen haben allerdings eine Kehrseite: Das Wetter auf dem Chiemsee kann recht plötzlich umschlagen. Dann muss der Segler mit starken Sturmböen und Gewittern rechnen.

Chiemsee-Touristen, die sich erstmals mit dem Segelsport vertraut machen möchten, finden in mehreren Ortschaften rund um den See Segelschulen, die ein umfangreiches Kursprogramm anbieten.

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Wandern im Chiemgau

Die Kampenwand am Chiemsee, Foto: Markus Spiske / Unsplash
Die Kampenwand am Chiemsee, Foto: Markus Spiske / Unsplash

Zu Fuß lässt sich der Chiemgau hervorragend erkunden. Auf fast jeden Gipfel in der Region führen Wege hinauf. Wer es weniger sportlich mag, kann sich auf viele Berge auch mit der Kabinenbahn befördern lassen. Auch wer lieber in der Ebene bleibt, kommt im Chiemgau auf seine Kosten. Auch das Flachland ist mit vielen Wanderwegen erschlossen. Große Teile davon sind naturbelassen, sodass man sich fast wie in nahezu unberührter Landschaft fühlen kann.

Beim Wandern lässt sich unter Umständen noch einiges Wissenswerte erfahren. Der Chiemgau wartet mit einer ganzen Reihe von Lehrpfaden auf. So kann man sich etwa auf dem Moorlehrpfad Grassau-Rottau über die Landschaft kundig machen. Auf dem Hochfelln-Gipfel lässt sich der geologisch-botanische Lehrpfad erlaufen.

Für wen Laufen nicht einfach Laufen, sondern Walking ist, hat Ruhpolding mittlerweile eine eigene Nordic Walking-Strecke eröffnet. Sie schlängelt sich durch das Tal, entlang der Traun, passiert einige Almen und erreicht schließlich die Gipfel der Bayerischen Alpen.

Hinauf auf die Gipfel

Bei Inzell führt eine schöne Tour auf das 1.135 Meter hohe Kienbergl. Von dort hat man eine herrliche Aussicht. Vom Parkplatz zwischen Inzell und Weißbach beim Gasthof Zwing führt der beschilderte Weg Nr. 28 in gut 75 Minuten auf das Kienbergl. Der zunächst breite Weg wird später zu einem schmalen Pfad, der sich in Serpentinen durch bewaldete Hänge hinaufwindet. Wer den Ausblick vom Gipfelkreuz aus einige Zeit genossen hat, kann auf demselben Weg wieder hinab ins Tal steigen.

Empfehlenswertes Terrain ist auch die Gegend um Traunreut. Hier gibt es ein 110 Kilometer langes Netz von Rad- und Wanderwegen.

Wintersport im Chiemgau

Chiemgau im Winter, Foto: Sandra Grünewald / Unsplash
Chiemgau im Winter, Foto: Sandra Grünewald / Unsplash

Hochalpin ist der Chiemgau nicht gerade. Die Gipfel liegen allesamt unter 2.000 Meter. Dennoch bietet die Region einiges für Wintersportler. Vor allem die Kampenwand lädt im Winter zum Schwingen mit Ski und Snowboard ein.

Der Gipfel der Kampenwand ragt bis auf 1.669 Meter in den Himmel. Die Kampenwandbahn bringt Wintersportler von der Talstation auf 650 Meter Höhe ins Skigebiet auf 1.550 Meter. Das Wintesportgebiet gilt als klein, aber fein. Es gibt eine Gondelbahn, zwei Sessel- und einen Schlepplift. Die Pisten sind gut präpariert. Über fünf Kilometer erstreckt sich die längste Abfahrt ins Tal. Außerdem gibt es eine Buckelpiste, zwei Sonnenhänge und eine Familienabfahrt. Der Schlepplift führt zu zwei längeren Pisten für gute und anspruchsvolle Skifahrer. Freerider finden an der Kampenwand außerdem lange Tiefschneehänge. Eine Stärkung zwischendurch halten die urigen Hütten bereit. Langläufer finden an der Kampenwand fünf doppelspurige Loipen von insgesamt 25 Kilometer Länge.

Eine größere Auswahl an Loipen ist allerdings um Aschau und Sachrang angelegt. Hier werden je nach Schneelage mehr als 30 Strecken gespurt. Für alpine Fahrer ist Sachrang ein ideales Gelände zum Üben und Lernen. Abseits vom Trubel großer Skigebiete gibt es kleine Schlepplifte und Hänge mit wenig Höhenunterschied.

Ein Winterrevier mit Aussicht ist der 1.674 Meter hohe Hochfelln. Für Snowboarder gibt es hier eine Halfpipe und einen Funpark.

Wedeln in der Heimat der „Gold-Rosi“

Als besonders schneesicher gelten die Hänge um Reit im Winkl. Zwischen Winklmoosalm und Steinplatte lässt es sich oft bis weit ins Frühjahr durch die weiße Pracht schwingen. 40 Pistenkilometer warten an der Winklmoosalm auf die Wintersportler. Gemeinsam mit der angrenzenden Kammerköhr-Steinplatte ergibt sich ein Skigebiet bis 1.900 Meter Höhe, das kaum Wünschen offen lässt. Wer abends etwas länger auf der Piste bleiben möchte, der kann zuletzt über den Flutlichthang wieder talwärts schwingen. Die Winklmoosalm war übrigens Heimat-Berg der „Gold-Rosi“. Rosi Mittermaier holte bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck zwei Gold- und eine Silbermedaille.

Camping am Chiemsee – Zelten im Naturcamp

Hört ihr das Knistern? Foto: Benjamin DeYoung / Unsplash
Hört ihr das Knistern? Foto: Benjamin DeYoung / Unsplash

Das bayerische Meer am Chiemsee biete eine umfangreiche Auswahl an Naturcamps. Die Idylle im Freien genießen, eigene Grillwürste über dem Lagerfeuer braten oder einfach den Sternenhimmel betrachten, all dies sind Vorzüge eines Urlaubes im Zelt. Und damit keine Langeweile aufkommt, ist für ein umfangreiches Freizeitangebot am Chiemsee gesorgt.

Camping am Chiemsee – Freizeitangebot

Mit dem Dampfer über den Chiemsee, Foto: Waldemar / Unsplash
Mit dem Dampfer über den Chiemsee, Foto: Waldemar / Unsplash

Auch an Schlecht-Wetter-Tagen kommt keine trostlose Stimmung auf. Das Museum für Deutsche Automobilgeschichte in Amerang lockt mit interessanten Ausstellungsstücken. Auf einer 6.000 qm großen Ausstellungsfläche werden 220 Fahrzeuge von 1886 bis heute präsentiert.

Strahlt jedoch die Sonne vom Himmel, so ist ein Dampferausflug auf die Herren- und Fraueninsel sehr zu empfehlen. Allein die Fahrt über den Chiemsee bietet bereits einen großen Erholungsfaktor. Eine anschließende Schlossbesichtigung auch unter geleiteter Führung dient der kulturellen Bildung.

Alles in allem sollte ein Campingurlaub unbedingt einmal versucht werden. Denn mit Sicherheit wird der Urlaub am Chiemsee unter freiem Himmel zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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