Guatemala

Santa Lucia, Guatemala, Foto: Andres Ch Mendez / Unsplash

Guatemala ist ein Land in Mittelamerika. Teil der Halbinsel Yucatán ist das Tiefland von Petén. Am Pazifik befindet sich der fruchtbare Küstenstreifen von Guatemala, der bis zu 50 km breit ist. Die Kordillerenstränge Sierra de los Cuchumatanes und Sierra Madre verlaufen im Süden des Landes. Der Volcán Tajumulco, mit 4.220 m, ist der höchste der 30 teilweise tätigen Vulkane von Guatemala.

Klima in Guatemala

Im Tiefland von Guatemala herrscht ganzjährig ein warmes, wechselfeuchtes Klima mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad. Die mittleren Temperaturen liegen in Höhenlagen zwischen 600 m und 1.500 m bei 18 Grad und oberhalb von 1.500 m bei 12 Grad. Von Mai bis Oktober dauert in Guatemala die Regenzeit. Vom Nordostpassat hängt die Niederschlagsmenge ab. Im karibischen Tiefland und an der Pazifikküste liegt die Niederschlagsmenge zwischen 1.000 mm und 2.000 mm, in den Bergen bei 1.000 mm und in den Hochebenen und den Tälern von Guatemala bei 6.000 mm. Von immergrünen Regenwäldern sind der Norden und das karibische Tiefland bedeckt. In höheren Lagen des Landes findet man Berg-, Kiefern-, Eichen- und Mischwälder. Trockenwälder gibt es an der Pazifikküste und im Tiefland von Petén Kiefernsavannen. Pumas, Manatis, Jaguare, Krokodile, Affen, Tapire und zahlreiche Vogelarten gehören zur artenreichen Fauna von Guatemala.

Bevölkerung in Guatemala

Die Bevölkerung von Guatemala besteht zu 60 % aus Indianern, 30 % Mestizen und Minderheiten aus Schwarzen, Zambos und Weißen. 80 % der Bevölkerung sind Katholiken, 19 % Protestanten und aus einer Minderheit von Bahai. Bei 69 Jahren liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Guatemala. 40 % beträgt die Analphabetenquote. Mehr als die Hälfte der Menschen in Guatemala lebt unter der Armutsgrenze.

Geschichte und Politik in Guatemala

1524 wurde Guatemala von Pedro de Avarado für die spanische Krone erobert. Teil des Vizekönigreichs Neuspanien wurde das Land 1543. 1821 zogen die Spanier ab und wurde unter mexikanische Verwaltung gestellt. Seit 1847 ist Guatemala formell unabhängig. Es folgte eine Diktatur der anderen. Oft waren die Herrscher nur Marionetten der mächtigen United Fruit Company. Der linksorientierte Präsident Arbenz Guzmán initiierte 1951 eine Landrefom. 1954 wurde er jedoch mit Hilfe der CIA gestürzt. Gegen das herrschende System kämpften linksextrem Guerilla-Organisatioen. Rechtsextreme „Todesschwadronen“ gingen gemeinsam mit dem Militär gegen die Rebellen vor. Der Bürgerkrieg dauerte 36 Jahre an. Bis zum Friedensabkommen 1996 wurden mehr als 200.000 Opfer gefordert. Guatemala ist formell eine demokratische Präsidialrepublik mit einem alle vier Jahre zu wählenden Parlament und einem direkt gewählten Staatsoberhaupt. Ab dem 18. Lebensjahr erhalten die Bürger von Guatemala das Wahlrecht.

Wirtschaft und Tourismus in Guatemala

Das Bruttoinlandsprodukt von Guatemala beträgt ca. 27 Milliarden US-Dollar, wovon 24 % auf die Landwirtschaft, 20 % auf die Industrie und 56 % auf den Dienstleistungssektor entfallen. Maschinen, Fahrzeuge, Konsumgüter und Rohstoffe werden nach Guatemala importiert. Kaffee, Zucker, Bananen, Baumwolle und Hölzer gehören zu den Exportgütern.

Die intakten Indianerkulturen, die Maya-Kultstätte Tikal sowie die Kolonialarchitektur von Antigua und Quzezaltenango sind sehenswerte Attraktionen von Guatemala.

Verkehr in Guatemala

Das Straßennetz erstreckt sich über eine Länge von 17.000 km. Weiterhin verfügt Guatemala über zwei internationale Flughäfen. Die Carretera Interamericana, die Carretera Pacifica und die Carretera Interocéana sind die wichtigsten Straßen des Landes.

Flagge von Guatemala
Flagge von Guatemala

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