Europa

Irland entdecken und erleben

Irland ist ein Inselstaat auf der gleichnamigen Insel Irland und grenzt an das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland. Die Geschichte von Irland beginnt mit der Besiedlung in der Steinzeit.

Dublin, ist die Hauptstadt Irlands und hat eine Einwohnerzahl von 1,388 Millionen (Stand 2019, Quelle: Eurostat). In der Landschaft von Irland, im Landesinneren befinden sich überwiegend Ebenen, die nach außen von hügeligen Gebieten eingeschlossen sind. Der längste Fluss der Insel, ist der Fluss Shannon, der von Nord nach Süd verläuft. Eine große Anzahl von Seen liegen in den Ebenen, die die Landschaft maßgeblich geprägt haben.

Der bekannteste irische See ist der Lough Neagh. Der höchste Berg ist mit 1.041 m der Carrauntoohil und liegt im Südwesten der Insel, in den Macgillicuddy’s Recks. Eine Reihe von Nationalparks sind über das Land verteilt. Große und bekannte Städte in Irland sind: Dublin, Cork, Galway und Blanchardstown.

Der Berg Carrauntoohil in Irland, Foto: Daniel Born / Unsplash

Die Bewohner der Insel, die Iren, die mehrheitlich katholisch sind und 97 % der Staatsbürger der Republik Irland angehören, sind Nachfahren der Kelten.

Zu Irlands Wahrzeichen gehören, der Kleeblatt, die Rundtürme und das Keltenkreuz.

Wer von einem Urlaubsland träumt, der neben seinen wunderschönen Landschaften, eine außergewöhnlich reiche Vergangenheit und unbeschreiblich viele Möglichkeiten für Urlauber bietet, ist in Irland genau richtig und kann sich sofort auf die Reise machen, da zahlreiche Hotels, Pensionen, Gast- und Ferienhäuser Touristen erwarten.

Irland vs. Nordirland

Auf den ersten Blick wohl möglich verwirrend ist die Unterscheidung in Irland und Nordirland, wenn es um die grüne Insel im Atlantik geht.

Der Begriff Irland bezeichnet natürlich die ganze Kleinere der beiden Britischen Inseln. Auf ihr befinden sich jedoch zum Einen als unabhängiger Staat die Republik Irland, zum Anderen die Provinz Nordirland, die zum Vereinigten Königreich gehört. Dazu lohnt ein Blick in die Geschichte: seit 1541 war Irland Teil der Britischen Krone, wurde in Personalunion von London aus regiert. In den folgenden Jahrhunderten brachen immer wieder Konflikte zwischen dem anglikanischen England und dem mehrheitlich protestantischen Irland aus.

Anzeige

Eine große Hungersnot in Irland in der Mitte des 19. Jahrhunderts, die von der britischen Regierung praktisch ignoriert wurde, führte dann zum Erstarken einer Unabhängigkeitsbewegung. Es sollte jedoch noch bis 1914 dauern bis Irland eine gewisse Selbstverwaltung zugesprochen wurde. Das entsprechende Gesetz wurde aufgrund des Ersten Weltkrieges jedoch nicht komplett in die Tat umgesetzt. Folge waren weitere irische Aufstände und der Aufbau paralleler und illegaler Regierungsstrukturen. Dies führte zum Anglo-Irischen Krieg 1919. An dessen Ende erwirkten die katholischen Regionen der Insel die Unabhängigkeit. 6 Countys (das heutige Nordirland) blieben jedoch beim Vereinigten Königreich. Die Teilung der Insel sollte quasi noch im gesamten 20. Jahrhundert für teils Bürgerkriegsähnliche Zustände führen, denn viele Iren konnten sich mit der Zweistaatlichkeit nicht anfreunden. Erst 1998 wurde durch einen Vertrag der irische Anspruch auf Nordirland zurückgenommen. Als Folge musste die irische Verfassung geändert werden. Erst seitdem ist es ruhig geworden um den „Nordirland-Konflikt“.

Bei einem Urlaub in Irland fällt zudem die Reise von einem in das andere Land leicht, denn Grenzkontrollen gibt es an dieser Stelle nicht.

Warum nennt man Irland die “grüne Insel”?

Grün ist seit dem 19. Jahrhundert die „Nationalfarbe“ Irlands. Viele Gedichte und Lieder aus Irland wie „the green island“, „emerald in the sea“, „Four Green Fields“ bis hin zur Nationalflagge Irlands behandeln die Farbe Grün als Thema.

Daher wird Irland im Volksmund auch häufig als die „Grüne Insel“ bezeichnet und gibt uns auch schon Auskunft darüber, was uns auf dieser Insel erwartet. Richtig: Grün, und zwar so weit das Auge reicht. Machen Sie eine Reise nach Irland und verbringen Sie die Zeit in einem privaten Ferienhaus, denn Irland ist einen Besuch wert.

Teil des Geländes des Kilmacduagh-Klosters, einer zerstörten Abtei in der Nähe der Stadt Gort in der Grafschaft Galway, Irland. Foto: Mike Kenneally / Unsplash

Man sieht die grüne Natur und Landschaftsbilder, geprägt aus Gräsern, Blumen und Wäldern. Auch Jahreszeiten, wie wir Sie aus dem mitteleuropäischen Raum kennen, gibt es hier nicht. Sei es im Frühling, im heißen Sommer, Herbst oder im tiefsten Winter, das ganze Jahr über ist Irland grün.

Die Begründung: Das Klima prägt sich aus dem Golfstrom und dem Atlantik und lässt zwölf Monate im Jahr die Gräser, das Moos und den Rasen in Irland im herrlichen grün wachsen und gedeihen. Durch das angenehme Klima und die gute Luftfeuchtigkeit in Irland wird selbst der Winter zu einer milden Jahreszeit. Man könnte fast behaupten, dass der Winter in Irland von den Temperaturen her Übergangslos in den Frühling gehen kann. Auch bei Niederschlägen und Temperaturschwankungen werden Sie keine gravierenden Unterschiede merken. Nach diesen Fakten und Daten wissen Sie: Irland ist grün.

Die irische Geschichte

In prähistorischer Zeit begann die menschliche Geschichte Irlands. Einen prägenden Einfluss hinterließ die Besiedlung keltischer Bewohner. Im 5. Jahrhundert, nach der Christianisierung, kam die Insel unter Einflüsse verschiedener Völker wie der Angelsachsen und der Normannen. Letztlich führten die auch militärischen Eingriffe Englands 1801 zur Abschaffung des irischen Parlaments und zur Einverleibung in das Vereinigte Königreich. Irland gelang es 1922 infolge des Anglo-Irischen Krieges aus Irland ein unabhängiges Dominion innerhalb der britischen Monarchie zu installieren. Im Jahre 1949 trat Irland aus dem Commonwealth aus und nennt sich seitdem Republik.

Die Farben Irlands: Grün, Weiß, Orange, Foto: Tamara Gürtler / Unsplash

Vor- und Frühgeschichte – 4000 v. Chr. – 800 n. Chr.

Es gibt leider nur wenig Belege über das vorchristliche Irland und die stammen aus Aufzeichnungen des römischen Reiches, aus Ausgrabungen der Archäologen sowie aus überlieferten Gedichten der irischen Mythologie.

Paläolithikum

Die irische Insel war während der Hochphase der letzten Eiszeit nahezu vollständig von Gletschern bedeckt. Die Landschaft wurde von 300 Meter dicken Eisschichten geformt. Sie zerstörte Felsen und Zeugnisse früherer menschlicher Besiedlung.

Anzeige

Die Region wurde schließlich von den Kelten besiedelt. Diese haben auch ihre Kultur und Bräuche an die Siedler weiter gegeben und halten bis heute vor. Die keltische Religion ist wegen der Christianisierung im 5. Jahrhundert verschwunden. Im Mittelalter bis zur Moderne stand Irland unter dem Einfluss der Briten und wurde für längere Zeit als Teil des Königreiches angesehen. Die ersten Versuche eine Unabhängigkeit von der britischen Herrschaft zu bekommen, fanden im Jahre 1921 statt. Nach einer Krisenperiode und nach vielen Jahren, in welchen Irland nur als Armenhaus des englischen Königreiches bezeichnet worden ist, hat es sich in dem 21. Jahrhundert, zu einer der reichsten Staaten der EU entwickelt. Leider hat sich Irland durch die Religionskonflikte unter Christen, vor allem in Belfast, auch einen schlechten Ruf gemacht. Was die Landschaften Irlands angeht, befinden sich diese unter die schönsten Sehenswürdigkeiten der Welt.

Historische Daten in der Chronik

Die Republik Irland ist ein Inselstaat, der sich im Nordwesten Europas befindet. Jedoch kennen nur wenige etwas von der Geschichte dieses Inselstaates.

Irland wurde um das Jahr 10.000 v. Chr. von den Völkern Tuatha de Danann und Firbolgs besiedelt. Im vierten Jahrhundert v. Chr. siedelten sich keltische Einwanderer in Irland an. Um das Jahr 3.000 v. Chr. wurden in Irland Steinstraßen gebaut. Irland wurde zu einem der wichtigsten Metallverarbeitungszentren. Schon in der Frühzeit bauten die Iren Straßen aus Eichenholz, jedoch bedeuteten diese Steinstraße sehr viel für die Infrastruktur des Landes.

Gap of Dunloe in Irland, Foto: Rory Hennessey / Unsplash

Im 5. Jahrhundert erlebte Irland durch die Missionierung des Heiligen Patrick einen kulturellen und religiösen Schwung, sodass ab diesem Moment die Klöster eine immer bedeutende Rolle im Leben der Menschen spielten.

Bis im 11. Jahrhundert fanden immer wieder Wikingereinfälle in Irland statt. Erst im 11. Jahrhundert konnten diese Einfälle durch den Sieg des Hochkönigs Brian Boru gestoppt werden.

1541 erhielt der Graf von Kildare den Titel: König von Irland. Der englische König Heinrich VIII., der den Grafen von Kildare zum König ernannt hatte, und seine Nachfolger versuchten in Irland Religionsreformen durchzuführen, jedoch erreichten sie nur, dass verschiedene Teile Irlands an den Engländer verteilt wurden. Die Folge dieser Ereignisse war eine Umstrukturierung des Landes. 1760 geriet das ganze Land unter englischen Besitz. Jedoch erhielt Irland, 100 Jahre später seine Autonomie.

Im Jahre 1955 trat Irland den Vereinten Nationen bei, jedoch blieben die britisch-irischen Spannungen bis heute noch bestehen.

Anzeige

Tourismus in Irland

Irland ist ein Inselstaat, der bei Touristen sehr beliebt ist, da er zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten anbietet.

Zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Landes zählt Dublin, die Hauptstadt Irlands, und deren Umgebung. Dublin zieht zahlreiche Touristen durch sein großstädtisches Flair und die gemütliche und freundliche Atmosphäre an. Es ist eine der aufregendsten Hauptstädte, denn man verbindet in einer Stadttour Geschichte, Kultur und Natur. Außerdem gibt es in Dublin zahlreiche Pubs und Restaurants, wo man gemütlich die Nachmittage und Abende verbringen kann. Jedoch muss man wissen, bevor man sich für einen Urlaub in Irland entscheidet, dass das Rauchen in allen Innenräumen verboten ist. In manchen Privatunterkünften ist jedoch das Rauchen erlaubt. Die Geschäfte sind täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Sogar sonntags findet man von 12 bis 18 Uhr offene Geschäfte.

Pubs in Dublin, Foto: Christian Bowen / Unsplash

Irland bietet seinen Touristen auch unterschiedliche Unterkunftsmöglichkeiten und Aktivitäten. Egal ob Hotel oder Ferienwohnung, Campingplatz oder Gästehaus, in Irland findet man Unterkunftstypen für jeden Geschmack. Außerdem kann man hier fast alle möglichen Freizeitaktivitäten betreiben, von Wandern über Angeln und vielem mehr.

Sport treiben in Irland

Aktivurlauber wollen nicht nur die Natur bewundern, sondern in Irland Sport betreiben. Und dazu haben erlebnisorientierte Urlauber unzählige Möglichkeiten bei ihrer Reise nach Irland. Sportarten wie Surfen, Wandern, Golf spielen, Tauchen oder Schnorcheln, Klettern, Strand Jogging, Angeln, Bootfahren und weitere werden vielfach auf Irland-Reisen genutzt.

Beim Sport in Irland geht es den meisten aber nicht nur um die eigentliche Aktivität. Vielmehr ist die sportliche Betätigung in Verbindung der einzigartigen irischen Natur das, was den eigentlichen Reiz dabei ausmacht. An Irlands einmaligen Stränden zu joggen hat mit dem heimischen Waldlauf nichts gemeinsam. Den Schläger auf spektakulären Plätzen an der irischen Küste oder an glasklaren Seen zu schwingen, wird jeden Golfer für alle Zeiten begeistern. Und Angler lieben ihren Sport in Irland mehr denn je, denn der Fischreichtum ist weltweit kaum zu toppen. Nirgendwo macht Sport so viel Freude wie in Irland. Dazu kommt noch die frische irische Brise, die auch im Sommer für angenehme Temperaturen sorgt. Die gute Luft macht die Aktivitäten noch wertvoller, nicht umsonst spricht man oft von der heilenden Meeresluft.

Die fünfmalige irische Nationalmeisterin Easkey Britton surft auf einem Surfbrett aus 5.000 Zigarettenkippen am Easkey Beach in Irland, Foto: Katie Rodriguez / Unsplash

Aber nicht nur Touristen interessieren sich für sportliche Bewegung. Natürlich hat der Sport in Irland eine lange Tradition. Fußball ist bei den Iren natürlich sehr wichtig, aber noch populärer ist Rugby, hier hat das Land auch einige Erfolge zu verzeichnen. Rugby ist sicherlich der Irland Sport Nr. 1. Außerdem ist auf der grünen Insel auch Gaelich Football populär. Ob nun Rugby, Fußball, Football oder andere Sportarten, grundsätzlich ist Sport in Irland eine beliebte Freizeitbeschäftigung und das kann jeder, der schon da war, gut nachvollziehen.

Anzeige

Wetter in Irland

Das Wetter in Irland unterscheidet sich in vielen Punkten vom Deutschen. Richtig heißes Sommer Wetter jenseits von 30 Grad kommt genauso selten vor wie eiskalter Dauerfrost. Insgesamt ist das Irland Klima im Vergleich zu Deutschland auf jeden Fall kühler. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das extrem wechselhafte Wetter der Insel, in einer Minute scheint die Sonne, ein paar Minuten später regnet es schon wieder. An den ständigen Regen muss man sich ähnlich wie in England aber ohnehin gewöhnen. Wobei es selten richtig schüttet, treffender wäre wohl der Ausdruck „dauerhafter Sprühregen“. Auf jeden Fall wird das Klima in Irland zurecht als feucht bezeichnet. Dazu bläst oft ein starker Wind, der zumindest an warmen Tagen von vielen als sehr angenehm empfunden wird. Ist es aber sehr kalt, kann das windige Irland Wetter richtig ungemütlich werden. Wer keine Lust auf eisige Winde hat, sollte nicht im späten Herbst oder Winter dorthin reisen, schon gar nicht im Januar. Auch örtlich unterscheidet sich das Klima in Irland. Insgesamt erwartet einen an den westlichen Küstenregionen das heftigste Wetter. Am kühlsten ist es in der Bergregion im Westen von Killarney, hier schneit es auch öfter mal.

Nebel in Irland, Foto: Claire Bissell / Unsplash

Gerade wegen des nassen und stürmischen Klimas in Irland reisen zahlreiche Touristen an. Das raue, wilde Wetter und die vielfach unberührte Natur dieser Insel üben einen ungemeinen Charme aus. Schließlich fährt hier niemand zum Sonnenbad am Strand hin.

Schreibe einen Kommentar