Angola

Morro da Luan, Luanda, Angola

Das Hochland von Angola ist von Flüssen durchschnitten, der schmale Küstensaum ist von Regenwald bedeckt. Im äußersten Südwesten gehen die weiten Steppen und Feuchtsavannen in Ausläufer der Nambiwüste über. Die nördliche Exklave Cabinda gehört auch zum Staatsgebiet von Angola.

Klima in Angola

Im Süden und entlang der Küste von Angola herrscht ein Halbwüstenklima vor. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen in der Hauptstadt Luanda zwischen 21 und 26 Grad. Im Landesinneren von Angola herrscht ein tropisches Klima, das in den Höhenlagern gemildert wird.

Bevölkerung in Angola

Die Bevölkerung von Angola besteht aus über 100 Ethnien, von denen die Mehrheit Bantu-Stämme sind. Die größten Gruppen sind die Ovimbundu mit 37 %, die Mbunda mit 22 % und die Kongo mit 13 %.

Geschichte und Politik in Angola

Im Jahre 1483 betrat der portugiesische Seefahrer Diego Cao das heutige Angola als erster Europäer. 1576 gründete Portugal die Niederlassung Luanda und machte das Land zur portugiesischen Kolonie. Für die Souveränität des Landes kämpften ab 1961 verschiedene Befreiungsorganisationen. Nach dem Sturz der Diktatur in Lissabon im Jahre 1975 wurde Angola in die Unabhängigkeit entlassen. Ein 27 Jahre andauernder Bürgerkrieg entbrannte noch im gleichen Jahr. Die siegreiche MPLA rief die Volksrepublik Angola aus. Antonio Agostinho Neto wurde erster Staatspräsident. José Eduardo dos Santos übernahm nach seinem Tod im Jahre 1979 das Amt. Die Umwandlung der Volksrepublik in die Demokratische Republik Angola wurde im Jahr 1990 beschlossen. Aus den umkämpften Gebiet flohen hunderttausende Menschen. Weite Teile von Angola wurden vermint. Im April 2002 konnte ein Friedensabkommen unterzeichnet werden.

Wirtschaft und Tourismus in Angola

Das Bruttoinlandsprodukt von Angola beträgt ca. 24 Milliarden US-Dollar, wovon 9 % auf die Landwirtschaft, 58 % auf die Industrie und 33 % auf den Dienstleistungssektor entfallen. 90 % des Exportvolumens, 80 % des Staatshaushaltes und die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes erreicht Angola mit Erdöl. Weitere wichtige Bodenschätze des Landes sind Diamanten und Mineralien. In der Landwirtschaft, die unter verminderten Flächen leidet, wird vor allem Kaffee, Zuckerrohr, Mais und Kokosöl produziert. Fast drei Viertel der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze.

Durch die zusammengebrochene Infrastruktur sind Reisen außerhalb der Hauptstadt unmöglich. Aus diesem Grund ist Angola derzeit kein Fremdenverkehrsland. Die Festung Sao Miguel ist eine der vielen kolonialen Sehenswürdigkeiten, die Angola zu bieten hat. Von Mai bis September liegt die beste Reisezeit für einen Besuch in Angola.

Verkehr in Angola

Durch die Kriege ist die gesamte Infrastruktur von Angola weitgehend zerstört. Das Straßennetz hat eine Länge von 72000 km, wovon mehr als 80 % beschädigt sind. Auch das Schienennetz ist auf Grund der weiträumigen Verminung nur mit großen Einschränkungen in Betrieb. In Luanda, der Hauptstadt von Angola, findet man den einzigen internationalen Flughafen und den bedeutendsten Hafen des Landes. Der wichtigste Erdölhafen ist Malongo in Cabinda.

Flagge von Angola
Flagge von Angola

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