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Das Wohnmobil richtig beladen – darauf kommt es an

Der Urlaub ist wohl die schönste Zeit des Jahres. Man macht sich mit dem Wohnmobil auf, um neue Ecken der Welt zu erkunden und die freie Zeit zu genießen. Mit der Wohnung auf Rädern genießt man dabei eine besondere Freiheit. Einziger Haken: Das Wohnmobil zu beladen, wird oft zur lästigen Angelegenheit. Man packt eine Menge Krempel in Kisten und fragt sich dann, wie all diese Dinge ins Fahrzeug passen sollen.

Um der Masse an Gepäck Herr zu werden, sollte man sich einige Fragen stellen. Braucht man all diese Sachen überhaupt für den Urlaub? Wie ordnet man diesen Berg im mobilen Heim an?

Wie belädt man also ein Wohnmobil richtig?

Das Grundwissen

Wer mit dem Wohnmobil verreisen möchte, sollte zunächst mit den wichtigsten Grundbegriffen vertraut sein.

Das Leergewicht

Das Leergewicht oder die Leermasse beschreibt das Gewicht des Wohnmobils im betriebsbereiten Zustand. Darin inbegriffen sind das Gewicht des zu 90 Prozent gefüllten Tanks, des vollständig gefüllten Wasser- sowie Gastanks, der Fahrer mit einem vorausgesetzten Gewicht von 75 kg und der für den Betrieb benötigten Ersatzteile und Werkzeuge. Unter letzteren versteht man das Warndreieck, den Wagenheber, den Radschlüssel, das Ersatzrad und den Verbandskasten.

Zulässiges Gesamtgewicht (zGG)

Das zGG setzt sich aus dem Leergewicht und der maximalen Zuladung zusammen. Diese Größe findet sich im Fahrzeugschein unter F2 und wird bisweilen auch als zulässige Gesamtmasse bezeichnet.

Die Zuladung

In der EN 1646-2 ist die Zuladung festgeschrieben. Jeder Passagier wird mit einem Körpergewicht von 75 kg sowie einem Gepäck von 10 kg einkalkuliert. Pro Meter Fahrzeuglänge kommen jeweils 10 kg hinzu.

Die Achslast

Die Achslast bezeichnet, wie der Name schon verrät, das Gewicht, das auf und um die Achse verteilt werden darf. Unter Punkt 8 des Fahrzeugscheins ist sie angegeben.

Die Tragfähigkeit des Reifens

Auf der Reifenflanke lässt sich nicht nur der Tragfähigkeitsindex bzw. Loadindex (LI) ablesen, sondern auch die Reifengröße und –breite, den Felgendurchmesser, den Geschwindigkeitsindex und das Herstellungsjahr des Wohnmobils.

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Die Bedeutung der richtigen Beladung

Moderne Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t verfügen häufig über schwere Zusatzausstattungen. Die erlaubte Zuladung wird dadurch schnell gedrückt, sodass man sich mit dem Gewicht der Beladung ebenfalls verschätzt und zu viel ins Wohnmobil packt. An dieser Stelle besteht ein Missverhältnis zwischen der optischen Wirkung des Stauraums und dem tatsächlichen Gewicht, den das Wohnmobil stemmen kann.

Der Beladungsprozess will also gut geplant sein. Dazu muss man das Gepäck in verschiedene Gewichtskategorien einteilen.

Besonders schwere Gegenstände sollten immer möglichst tief verstaut werden, damit der Schwerpunkt des Fahrzeugs ebenfalls tief liegt und eine stabilere Fahrweise begünstigt.

Mittelschweres Gepäck sollten idealerweise in Bodennähe untergebracht werden, eine höhere Lagerung ist jedoch kein ernsthaftes Problem.

Alle Stauräume in Dachnähe sollte man mit leichten Dingen füllen.

Die Sicherung der Ladung

Selbst bei einer stabilen und ausgeglichenen Beladung des Wohnmobils kann ein Teil der Ladung verrutschen. Bei einer abrupten Vollbremsung kann ein ungesichertes Gepäckstück eine enorme Geschwindigkeit entwickeln und zu einer Gefahr werden.

Doch nicht nur Gepäck, auch Haustiere müssen festgezurrt werden. Für einen Hund empfiehlt sich beispielsweise eine gesicherte Transportbox oder ein speziell für diesen Zweck vorgesehenes Autogeschirr.

Das Wohnmobil wiegen

Indem man das eigene Wohnmobil vor dem Antritt der Reise wiegt, beugt man drohenden Strafen und Bußgeldern vor. Zum Wiegen bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Entweder man kauft eine eigene Caravan-Waage oder man begibt sich zu einer Einrichtung mit Fahrzeugwaage. Auch TÜV, DEKRA und ADAC bieten diesen Service an. Das Wiegen lohnt sich natürlich nicht nur, um den Geldbeutel zu schonen, sondern dient in erster Linie dem eigenen Schutz sowie jenem der Mitmenschen.

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