Afrika

Afrika – Klimazonen und Regionen eines vielseitigen Kontinents

Wilde Tiere, Steppe, Traumstrände – Afrika fasziniert wie ein buntes Kaleidoskop als facettenreiches Reiseziel. Urlauber sind begeistert von der ursprünglichen Weite und dem einzigartigen Naturreichtum. Kenia in Ostafrika lockt mit paradiesischen Stränden und purem Wildlife. Namibia im Südwesten besticht mit magischen Landschaften und uralten Kulturen. Afrika ist der heißeste Erdteil unseres Planeten. Die Sahara als weltweit größte Trockenwüste wartet mit Sommertemperaturen von deutlich über 50 Grad auf. Jeder, der eine Afrikareise unternehmen will, sollte sich über die klimatischen Unterschiede informieren. Die Klimazonen und Regionen dieses vielseitigen Kontinents spiegeln die Dimensionen der extremen Gegensätze. 

Zwischen tropischem Regenwald und trockenen Wüstenlandschaften

Der Schwarze Kontinent erstreckt über mehr als 30 Millionen Quadratkilometer. Atlantik, Indischer Ozean, Mittelmeer und Rotes Meer umschließen das Land, das mit anderen Erdteilen nur über die Meerenge von Gibraltar, die Straße von Tunis und die Sinai-Halbinsel verbunden ist. Unvergleichliche Tierreiche, rote Dünen, eindrucksvolle Bergketten und gigantische Wasserfälle – in Afrika gehen individuelle Urlaubswünsche in Erfüllung. Aufgrund der Lage in äquatorialen Breiten existieren verschiedene subtropische und tropische Klimazonen. Am Mittelmeer können Urlauber mediterranes Klima genießen. Regenwaldbäume wachsen in West- und Zentralafrika, die Sahara bedeckt fast den ganzen Norden, in Südafrika breitet sich die Kalahari-Wüste aus. Das afrikanische Urwaldgebiet rund um das Kongo-Becken ist nach Amazonien das zweitgrößte zusammenhängende der Erde. Kleinere Regenwaldregionen befinden sich auf der Insel Madagaskar, im Hochland Kenias und an der Elfenbeinküste. Die Klimazonen Afrikas im Überblick:

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Tropenzone

  • Trockensavannen und Trockenwälder
  • Wechselfeuchte Dornsavannen und -wälder
  • Tropisches Wüsten- und Halbwüstenklima
  • Regengrüne Feuchtsavannen und -wälder
  • Immerfeuchte/-grüne Regenwälder
Sipi-Wasserfall im Mount Elgon-Nationalpark in Uganda
Sipi-Wasserfall im Mount Elgon-Nationalpark in Uganda, Foto: Dennis Wegewijs, Adobe Stock

Subtropenzone

  • Sommergrüne Grasebenen und Waldungen
  • Immergrüne Feuchtwälder – Bäume wie Oliven, Pistazie, Lorbeer
  • Steppen- und Wüstenklima mit warmen Wintern
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Reisen nach Nordafrika – Klimabedingungen und Landschaften

Je nach Reiseziel variieren die Klimazonen in Afrika. Die mittelmeernahen Urlaubsgebiete ganz im Norden sind von subtropischem Klima mit heißen Sommern und milden Wintern geprägt, etwa an den Küsten von Tunesien und Marokko. Im Sommer erreichen die Temperaturen bis zu 35 Grad, in den Wintermonaten liegen diese durchschnittlich bei 15 Grad. Aufgrund des Steppenklimas in der Sahara fallen kaum Niederschläge, kalte Winter kann es im Atlasgebirge geben. Die nordafrikanische Küste beeindruckt mit reizvollen Landschaftsbildern und interessanter Kulturgeschichte. Zu den beliebtesten touristischen Zielen gehören Tunesien mit traumhaften Sandstränden, Ägypten mit orientalischem Ambiente und Marokko mit magischen Wüstenlandschaften.

Sahara in Algerien
Die Sahara in Algerien, Foto: Dmitry Pichugin, Adobe Stock

Juni bis Oktober ist die beste Reisezeit für das nordafrikanische Küstengebiet, von November bis Mai ist es häufig regnerisch und kühl. Urlauber, die das Landesinnere bereisen, genießen von März bis Juni, und in Ägypten auch im September und Oktober, angenehme Temperaturen. Relativ kühl ist es in der Sahara von März bis Juni, von Juli bis Februar werden die Sommer sehr heiß. In der Trockenwüste herrschen extreme Temperaturschwankungen mit Unterschieden von bis zu 30 Grad zwischen Tag und Nacht.

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Reiseziel Ostafrika – Klima & Temperaturen

Kenia, Madagaskar, Tansania, Uganda: In Ostafrika erwarten Reisende zahlreiche Höhepunkte wie atemberaubende Wildtierbeobachtungen in den Nationalparks, erlebnisreiche Wanderungen im Bwindi-Regenwald und Entspannung auf exotischen Inseln. Ostafrikas Landschaften mit den tiefen Binnenseen, Hochländern und ausgreifenden Bergen wie das Kilimandscharo-Gebirge sind von Tropenwäldern und Savannen geprägt. Während das Landesinnere ein trockenes Klima aufweist, zeichnen sich die Küstenregionen durch feucht-tropische Zonen aus. Große Teile des Landes sind, bedingt durch die Lee-Winde im Gebirge, oft kühler, daher herrscht kein typisches Tropenklima. In Ostafrika liegen die Temperaturen im Durchschnitt bei 30 Grad. Die Höhenlagen von Uganda besitzen gemäßigtere Klimazonen und es ist selten wärmer als 30 Grad.

Elefantenherde im Amboseli-Nationalpark
Elefantenherde im Amboseli-Nationalpark, Foto: Githinji Wanjohi / Unsplash

Besonders die wildromantische Umgebung von Tansania und Kenia fasziniert Safari-Liebhaber und Individualurlauber. In diesen Ländern gibt es wie im gesamten Kerngebiet des östlichen Afrikas zwei Regenzeiten – „Gu“ von März bis Mai und „Dayr/Day“ von November bis Dezember. Auf diese Monate folgen die Trockenperioden. Wenn es auf der Nordhalbkugel winterlich kalt wird, ist von Dezember bis Februar Hochsaison in Ostafrika. Bei Reisenden ist die Trockenzeit zu Beginn des Jahres besonders beliebt. Ein unvergessliches Spektakel ist zweifellos die große Tierwanderung. Riesige Herden mit rund 2 Millionen Gnus, Hunderttausenden Zebras und Gazellen treten im Dezember ihre Reise von Tansania bis in die zentrale Serengeti an. Zwischen Juli und Oktober  lassen sich Tiere wunderbar beim Überqueren des Grumeti-Flusses beobachten.

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Südafrika – beste Reisezeiten und klimatische Bedingungen

Südafrika vereint aufregende Welten zwischen wilden Tieren, pulsierenden Metropolen und überwältigenden Naturlandschaften. Die Klimate an der Südspitze Afrikas sind vielfältig – sie reichen von subtropischem Klima an der Grenze zu Mosambik und im südöstlichen Gebiet, über mediterranes Mittelmeerklima an der Westküste mit der Region um Kapstadt bis zu Wüstenklima in der Kalahari grenznah zu Namibia. Die Sommer in Südafrika sind sonnig, warm und trocken, im Winter sorgt der Benguelastrom für vergleichsweise feucht-kühle Witterung. Vom Südosten aus nehmen die Niederschläge nach Nordwesten hin ab, entsprechend steigen die Temperaturen. Das feucht-warme Wetter an der Ostküste erzeugt der Agulhasstrom im südwestlichen Indischen Ozean, neben dem Golfstrom eine der stärksten Strömungen im Weltmeer.

Blick auf Kapstadt
Blick auf Kapstadt, Foto: Deyan, Adobe Stock

Die Südostpassatwinde transportieren von November bis März enorme Mengen an Feuchtigkeit ins Land. Die Jahreszeiten in Ostafrika sind denen in Europa entgegengesetzt. In den Wintermonaten zwischen Juni und August liegen die Temperaturen in der Umgebung von Johannesburg und Drakensbergen bei ca. 23 Grad, in Kapstadt und im Umland ist das Wetter mit häufigem Nieselregen kühl. In Küstennähe von KwaZulu-Natal liegen die warm-gemäßigten subtropischen Klimazonen mit hoher Luftfeuchte und Sommertemperaturen von mehr als 30 Grad. In diesem Gebiet ist es wie am Mittelmeer zu dieser Zeit oft schwülheiß. Mit warmen Sommern und einer frischen Meeresbrise erfreut das Westkap. In der Provinz Western Cape begegnen Urlaubern fantastische Natur- und Unterwasserwelten, Sehenswürdigkeiten wie der Tafelberg und das Kap der Guten Hoffnung, wunderschöne Weingebiete und freche Paviane. 

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