Europa

Armenien

Im Westen erstreckt sich das Ararathochland, im Norden von Armenien säumen die Gipfel des Kleinen Kaukasus das Land. Auf einer durchschnittlichen Höhe von 1800 m liegt Georgien. Im Süden des Hochgebirges findet man die fruchtbarsten Gebiete. Für die Landwirtschaft herrscht im Aras-Tal ein günstiges Klima. Immer wieder wird das Land von starken Erdbeben und ausgeprägten Dürreperioden heimgesucht.

Klima

In Armenien überwiegt Steppen- und Halbwüstenvegetation, die aufgrund des Kontinentalklimas entstehen. Im Winter wird es in der Hauptstadt Jerewan meist sehr kalt, im Sommer findet man durchschnittliche Temperaturen von 25 Grad.

Bevölkerung

Die Bevölkerung des Landes besteht zu 96 % aus Armeniern, sowie aus Minderheiten von Kurden und Russen. 94 % der Bevölkerung gehören der armenisch-apostolischen Kirche an. Das Land wurde bereits im 3. Jahrhundert christianisiert und ist somit die älteste Christennation der Erde. Unter den Mängeln eines wenig entwickelten Gesundheitssystems und den Folgen der Wirtschaftskrise leidet Armenien noch immer sehr. Diese Situation wird noch durch Naturkatastrophen wie Erdbeben, verschärft. Weitere Probleme machen in Armenien die extreme Luft- und Umweltverschmutzung.

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Geschichte und Politik

Von Persern, Arabern und Mongolen wird Armenien aufeinanderfolgend erobert. Der nördliche Teil des Landes viel 1828 an Russland. Im Jahr 1918 wurde die erste armenische Republik gegründet, 1922 wurde diese jedoch geteilt: Ein Teil wurde als Sowjetrepublik der UdSSR eingegliedert, während der andere Teil der Türkei zu viel. Armenien erklärte sich 1991 für unabhängig.

Wirtschaft und Tourismus in Armenien

Das Bruttoinlandsprodukt beträgt ca. 4,5 Milliarden US-Dollar, wovon 24 % auf die Landwirtschaft, 39 % auf die Industrie und 37 % auf den Dienstleistungssektor entfallen. Getreide, Tee, Wein und Tabak werden in der starken Landwirtschaft angebaut. Schmuck und Metallerzeugnisse sind die Hauptexportgüter. Der Handel wird allerdings durch geschlossenen Grenzen zur Türkei und zu Aserbaidschan gehemmt.

Das kulturelle Zentrum des Landes ist die Hauptstadt Jerewan, in der sich eine Vielzahl wichtiger Museen befinden. Die zahlreichen Monumente des frühen Christentums stellen die größten Kulturschätze Armeniens dar. Die prächtigen Kirchen und Felsenkloster, die man in den Bergen um Jerewan findet, gehören zu diesen Kulturschätzen Armeniens. Ein beliebtes Wandergebiet ist der auf 1600 m Höhe gelegene Sewansee.

Verkehr

Das Schienennetz von Armenien umfasst eine Länge von 825 km, das sich ebenso wie das Straßennetz in einem schlechten Zustand befindet. Einen internationalen Flughafen findet man in Jerewan.

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