Afrika

Wandeln auf den Spuren der Götter: Ägypten

Wer Ägypten besucht, der sollte sich zwei Dinge unbedingt gönnen – einen Besuch der Pyramiden und den Ritt auf einem Wüstenschiff. Die Pyramiden von Gizeh gehören zu den Weltwundern und befinden sich vor den Toren der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Erbaut wurden sie Mitte des dritten Jahrtausends vor Beginn der christlichen Zeitrechnung. Noch heute scheiden sich die Geister, wenn es darum geht, eine wissenschaftlich haltbare Erklärung für die Art des Baus finden zu können.

Die Cheops-Pyramide ist das größte Bauwerk des Komplexes und heute noch knapp 139 Meter hoch. Jeder ihrer drei Millionen aus Steinen gehauenen Blöcke wiegt etwa 2,5 Tonnen. Die verschiedenen Kammern weisen Besonderheiten in der Temperatur und der Belüftung auf, an denen die Wissenschaftler noch immer forschen. Insgesamt befinden sich in diesem Komplex drei große und drei kleinere Pyramiden. Wenn man sie erkunden möchte, kann man sich von Kairo aus entweder mit dem Bus auf den Weg machen oder sich von einem der Wüstenschiffe hinschaukeln lassen. Als Wüstenschiffe werden die einhöckerigen Dromedare und zweihöckerigen Trampeltiere bezeichnet, die zur Gattung der Kamele gehören und in der Wüste gern als Transportmittel benutzt werden. Hier kann man aus luftiger Höhe den Rundblick in die Weite der Wüste genießen.

Mit einem Kamel zu den Pyramiden, Foto: Foto: Spencer Davis / Unsplash
Mit einem Kamel zu den Pyramiden, Foto: Foto: Spencer Davis / Unsplash

Ägypten besitzt neben historisch interessanten Städten auch drei große Nationalparks. Der Gebel Elba Park ist die einzige Stelle in Ägypten, wo Wald noch ohne Zutun des Menschen wächst. Er liegt im Südosten und beherbergt knapp 500 Pflanzenarten. Auch seine Tierwelt ist erstaunlich artenreich. Vor allem Gazellen, Antilopen und afrikanische Wildesel kann man hier beobachten.

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Tauchen in Ägypten

Wer zu den Tauchern gehört, die gerne einen Blick in selten gewordene Biotope unter Wasser werfen möchte, der ist im Ras Mohammed Park an einer guten Adresse. Um ihn erkunden zu können, kann man in Sharm el Sheikh Quartier beziehen oder eine Nilkreuzfahrt machen mit angebotenen Tauchgängen. Hier können mehrere Korallenriffe bei geführten Tauchgängen bewundert werden. Eine Seltenheit ist das Yolanda Riff. Hier sollte man sich nicht wundern, wenn man auf seltsame Gegenstände trifft, die einen an Kloschüsseln erinnern. Das ist völlig korrekt, denn hier versank 1980 die komplette Ladung eines Schiffs im Meer und das waren – richtig – Kloschüsseln.

Korallenriff bei Dahab, Foto: Nathalie Hurova / Unsplash
Korallenriff bei Dahab, Foto: Nathalie Hurova / Unsplash

Wer Ägypten besucht, der sollte auch einen Blick auf den imposanten Assuan-Staudamm werfen, der sich in der Nähe der gleichnamigen Stadt befindet. Er ist mehr als hundert Meter hoch und bringt es auf eine Länge von mehr als 3.800 Metern. An der Basis ist er fast einen Kilometer breit und soll bei voller Auslastung mehr als 160.000 Millionen Kubikmeter Wasser speichern können. Bei der dabei erreichbaren Fläche des Stausees ist man sich bei den Prognosen noch nicht ganz sicher, aber man geht davon aus, dass die Größe durchaus mehr als 6.000 Quadratkilometer erreichen könnte.

Zu den Touristenhochburgen des Landes zählen Dahab, Luxor und Sinai. Dort musste man mehrfach herbe Rückschläge durch terroristische Aktivitäten hinnehmen. Der ägyptische Staat ist ständig um die Garantie der Sicherheit der Touristen bemüht. Oft werden Reisegruppen und Ferienanlagen von Sicherheitskräften bewacht, die bis an die Zähne bewaffnet sind. Das ist ein Bild, das vor allem kleinere Kinder oft auch erschreckt. Doch man tut das, um sich langfristig seine wichtigste Einnahmequelle, nämlich den Tourismus erhalten zu können.

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