Benin

Porto-Novo in Benin

Benin ist ein souveräner Staat in Afrika mit der Hauptstadt Porto-Novo. Durch ein Lagunengebiet sowie Sümpfe und diese wiederum in nördlicher Richtung durch die fruchtbare „terre de barre“, an die sich ein bis zu 500 m hohes Plateau anschließt, wird der sandige Küstenstreifen von Benin abgelöst. Das bis zu 641 m hohe Bergland von Atacora erhebt sich im Nordwesten des Landes. Den Übergang zum Pendjari-Tiefland von Benin bildet eine steile, 300 m hohe Wand. Zur Nigerebene hin fällt im Nordosten das Plateau allmählich ab.

Klima in Benin

Im Süden von Benin herrscht feuchtwarmes Savannenklima, das für mittlere Temperaturen von 27 Grad, die aber durchaus auch auf über 40 Grad ansteigen können, sorgen. Durchschnittlich 1.000 bis 1.500 mm Niederschlag fallen in den beiden Regenzeiten von März bis Juli und von September bis November. Nicht mehr als 500 mm fallen dagegen in der Regenzeit zwischen Mai und September im Norden von Benin. Der heiße Saharawind Harmattan verdrängt in der Trockenzeit den feuchten Südwestmonsun. Savannen und vereinzelte Baumgruppen nehmen den größten Teil von Benin ein. An den Flussläufen sowie im Südosten findet man noch üppig wuchernden Regenwald. In den Wildreservaten ist die abwechslungsreiche Fauna geschützt. Elefanten, Büffel, Antilopen, Löwen, Affen, Krokodile sowie zahlreiche Vogel- und Schlangenarten gehören zu den Tieren von Benin.

Bevölkerung in Benin

Die Bevölkerung von Benin besteht zu 80 % aus Kwa-Gruppen, Fon, Yoruba, Adja, Bariba, Somba und Gun. Weiters gehören zur Bevölkerung Fulbe, Haussa und europäische Minderheiten. Anhänger verschiedener Naturreligionen sind 60 %, 20,4 % gehören der katholischen Kirche an. Der Rest der Bevölkerung von Benin teilt sich auf den Islam und die methodistische Kirche auf. Bei 53 Jahren liegt die durchschnittliche Lebenserwartung. 39 % der Beniner leben in den Städten des Landes.

Geschichte und Politik in Benin

Einen lukrativen Sklavenhandel betrieben seit dem 15. Jahrhundert Portugiesen und Franzosen von ihren Küstenstützpunkten aus. Auf den Handel mit Palmprodukten und Baumwolle verlagerte sich der Schwerpunkt der Aktivitäten auf Benin nach dem Ende des Sklavenhandels. Den Franzosen gelang es erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts die kleinen afrikanischen Königreiche zu unterwerfen. Benin wurde unter dem Namen „Dahome(y)“ eine französische Kolonie und 1904 ein Teil Französisch-Westafrikas. Im Jahr 1960 wurde Benin unabhängig. Danach folgten acht Militär- und Zivilregierungen, bis schließlich 1972 eine kommunistische Regierung an die Macht kam und das Land 1975 in Benin umbenannte. Eine liberale Verfassung, die alle vier Jahre die Wahl des Parlaments sowie alle fünf Jahre die Direktwahl des Staatspräsidenten vorsieht, gibt es seit 1990. Ab dem 18. Lebensjahr haben die Staatsbürger ein Wahlrecht.

Wirtschaft und Tourismus in Benin

Das Bruttoinlandsprodukt von Benin beträgt ca. 3,5 Milliarden US-Dollar, wovon 36 % auf die Landwirtschaft, 15 % auf die Industrie und 49 % auf den Dienstleistungssektor entfallen. Industriegüter, Nahrungsmittel, Maschinen, Transportausrüstungen und Brennstoffe werden nach Benin eingeführt. Zu den Hauptexportgütern gehören Baumwolle, Erdöl, sowie Erdöl- und Palmprodukte.

Der Tourismus ist trotz traumhaften Sandstränden und gepflegten Nationalparks kaum entwickelt. Zwischen Dezember und März sowie von August bis September ist die beste Reisezeit für einen Besuch in Benin.

Verkehr in Benin

Das Straßennetz erstreckt sich über eine Länge von 7.400 km, wovon nur ein Drittel ganzjährig befahrbar ist. Über 580 km erstreckt sich das Schienennetz. Einen Seehafen und den internationalen Flughafen von Benin findet man in Cotonou.

Flagge von Benin
Flagge von Benin

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