Land & Leute – Thailand und seine eindrucksvolle Lebensphilosophie

Thais beim Beten in Bangkok, Foto: Norbert Braun / Unsplash
Thais beim Beten in Bangkok, Foto: Norbert Braun / Unsplash

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Tatsächlich erleben Touristen das Lebensprinzip der Thai „Sanuk“, Freude und Spaß, überall. Jeder, der Thailand schon einmal bereist hat, ist dem Lächeln begegnet, das Ausdruck von heiterer Gelassenheit und Lebensfreude ist. In der thailändischen Kultur haben Wohlbefinden und Ästhetik einen bedeutenden Stellenwert. Die Werteordnung der Europäer unterscheidet sich teils erheblich von der Mentalität und Lebenskultur der Thailänder. Wem es gelingt, sich von der westlichen Denkweise zu lösen, genießt auf seiner Reise ein faszinierendes Urlaubserleben.

Respekt vor den Tempelanlagen und buddhistischen Zeremonien

Das buddhistisch geprägte Thailand zählt zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen der Europäer. Für die Einheimischen ist der Buddhismus eine Lebensphilosophie, die tiefe Zufriedenheit, innere Weisheit und wahres Glück verspricht. In der thailändischen Gesellschaft ist der Theravada Buddhismus als Volksreligion ebenso stark verbreitet wie in Kambodscha oder Birma. Einen enorm hohen Stellenwert genießen die buddhistischen Zeremonien, Tempel, Symbole, Buddhastatuen und Mönchsorden. Während einer Thailandreise sollten Urlauber das religiöse Weltbild der Thais respektieren und sich bei einem Besuch der Tempelanlagen entsprechend verhalten. In heiligen Stätten gilt unangemessene Bekleidung wie schulterfreie Tops, kurze Röcke, Shorts und Flipflops als ungesittet. Thailänder versuchen, den sozialen Status eines Menschen daran abzulesen, wie er sich kleidet. Wenn scheinbar gut betuchte Touristen in sommerlicher Strandkleidung auftreten, verstehen die Einheimischen nicht, warum diese sich offenbar keine ordentliche Kleidung leisten können. 


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Der thailändische Gruß Wai – besser lächeln als sich verrenken

Ob Gebet oder Begrüßung, der Wai gehört dazu, Foto: Arisa Chattasa / Unsplash
Ob Gebet oder Begrüßung, der Wai gehört dazu, Foto: Arisa Chattasa / Unsplash

Der Wai mit zusammengelegten Händen und einer Verbeugung ist in Thailand die übliche Form der Begrüßung. Der thailändische Gruß wird nicht von Urlaubsgästen erwartet, denn unkorrekt ausgeführt, könnte der Wai als Diskreditierung interpretiert werden. Statt sich wild zu verrenken, ist ein freundliches Lächeln die bessere Alternative. In Thailand existieren spezielle Redewendungen, die Ausdruck für die asiatische Mentalität sind. Eine typische Floskel ist „Mai pen rai“, was so viel bedeutet wie „Das macht nichts!“ Der Ausdruck spiegelt den buddhistischen Glauben der Thais wider, selbst auf größere Probleme, vom umgeknickten Fuß bis zum hohen Bußgeld, mit Gelassenheit zu reagieren. „Mai pen rai“ ist bezeichnend für die entspannte thailändische Lebensart mit einem Lächeln im Gesicht. 

Essen in Thailand – viel Zeit nehmen und genießen

Thais lieben Essen, Foto: set.sj / Unsplash
Thais lieben Essen, Foto: set.sj / Unsplash

Die thailändische Küche mit ihren exotischen Gewürzen begeistert den Gaumen mit kulinarischer Vielfalt und im Urlaub erwartet Gäste köstliche Thai Food. Speisen werden mit Essstäbchen oder Gabel und Löffel serviert. Nach einem Messer sollten Touristen nicht fragen. Thais erleben das gemeinsame Essen als Ritual und treffen sich in größeren Gruppen. Auf Urlauber, die ihr Nam Tok Nua oder Massaman Curry herunterschlingen, reagieren Asiaten mit Unverständnis. Bewusst essen, sich Zeit nehmen und die Mahlzeit genießen ist die Devise von Nord- bis Südthailand. In nahezu allen thailändischen Restaurants steht eine Schale für die Reste wie Gräten, Blätter und Knochen auf dem Tisch. Die besonderen, aber nicht essbaren Beigaben verleihen Thai Gerichten ihr einzigartiges Aroma. Schwimmen seltsame Dinge in der Suppe, sollten diese galant herausgefischt und in die Resteschale gelegt werden. Und wer auf etwas Undefinierbares beißt, kann die Hand mit einer Serviette zum Mund führen und das Corpus Delicti unauffällig hineingeben.  


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